Ex-Haas-Teamchef Günther Steiner glaubt: Wenn der Australier nicht Weltmeister wird, sucht er das Weite.
Oscar Piastri galt lange als die Entdeckung der Saison – konstant, schnell, eiskalt. Doch seit Singapur ist beim Australier der Wurm drin. Und prompt meldet sich Günther Steiner zu Wort. Der ehemalige Haas-Teamchef glaubt: Piastris Zeit bei McLaren ist bald vorbei.
„Wenn Oscar den Titel nicht holt, wird er McLaren verlassen“, sagt Steiner im Podcast Red Flags. „Andere Teams würden ihn mit Handkuss nehmen. Er ist ein fabelhafter Pilot – und jung genug, sich woanders neu zu orientieren.“
Piastri: Vom Überflieger zum Verfolger
Noch im Sommer führte Piastri die WM souverän an, war das Maß aller Dinge im orangen Boliden. Zwischen China und Monza stand der 24-Jährige 14-mal auf dem Podest in 15 Rennen – eine unfassbare Quote. Doch seit dem Europa-Endspurt ist der McLaren-Star ins Straucheln geraten: keine Podestplätze mehr, wiederholte Niederlagen gegen Teamkollege Lando Norris, dazu spürbare Nervosität.

In der WM liegt Piastri nun 24 Punkte hinter Norris – und nur 25 Zähler vor Max Verstappen. Ausgerechnet Verstappen, der in Brasilien nach einem katastrophalen Qualifying von Startplatz 16 noch aufs Podium raste.
Steiner: „Max platzt derzeit fast vor Motivation. Selbst nach so einem Training gibt er nicht auf. Wenn Oscar mental angeschlagen ist, zieht Max noch vorbei – keine Frage.“
Steiner über McLaren-Star: „Veränderung kann guttun“
Dass Steiner klare Worte findet, überrascht nicht – der Südtiroler ist für seine direkten Analysen bekannt. Für ihn steht fest: Piastri brauche vielleicht einfach einen Tapetenwechsel. „Veränderung kann einem Fahrer manchmal guttun“, meint der frühere Haas-Teamchef. „Oscar ist jung, er hat Zeit. Und wenn McLaren ihm kein Auto gibt, mit dem er Weltmeister werden kann, wird er sich umsehen.“
Klingt drastisch – doch die Realität in der Formel 1 gibt Steiner recht: Talente wie Piastri sind heiß begehrt. Ferrari, Aston Martin, sogar Red Bull könnten nach Informationen von F1-Insider.com Interesse zeigen, sollte sich beim Australier tatsächlich Unzufriedenheit breitmachen.
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