Formel 1

Kann Hadjar gegen Verstappen bestehen? Ex-Teamchef nennt wichtigen „Vorteil“

Formel 1 Max Verstappen und Isack Hadjar Zandvoort 2025
Max Verstappen und Isack Hadjar. Credit: Getty Images / Red Bull Content Pool
Alex Warneke
Alex Warneke

Isack Hadjar rückt 2026 an die Seite von Max Verstappen. Ex-Teamchef Günther Steiner erklärt, warum ausgerechnet das neue Reglement Hadjar in die Karten spielen könnte.

Isack Hadjar steht vor der größten Herausforderung seiner Karriere: Ab 2026 fährt der Franzose an der Seite von Max Verstappen bei Red Bull. Für viele gilt das zweite Cockpit dort als der schwierigste Platz der Formel 1. Sergio Perez bezeichnete den Posten jüngst als „undankbarsten Job der ganzen Formel 1.“ Ex-Haas-Teamchef Günther Steiner traut Hadjar dennoch zu, mehr Druck auf den vierfachen Weltmeister auszuüben als seine Vorgänger und nennt dafür einen Vorteil.

Im Podcast The Red Flags lobt Steiner vor allem Hadjars mentale Stärke. „Über die Saison gesehen war er der Rookie, der sich am besten geschlagen hat“, erklärt der Südtiroler. Zwar habe Isack Hadjar zu Beginn Probleme gehabt, doch anders als andere Neulinge habe er sich davon nicht aus der Bahn werfen lassen.

Formel 1 Isack Hadjar Racing Bulls Monaco 2025
Isack Hadjar. Credit: Getty Images / Red Bull Content Pool

„Er hatte keinen guten Start, aber das Beeindruckende war, wie er zurückgekommen ist. In China war er mental sofort wieder voll da.“ Hintergrund: Bei seinem Formel-1-Debüt in Melbourne verlor Hadjar bereits in zweiten Kurve der Einführungsrunde die Kontrolle über seinen Racing Bull und schlug ein.

Neues Auto als Chance für Hadjar gegen Verstappen

Hadjar punktete anschließend konstant, holte in Zandvoort sein erstes Formel-1-Podium und beendete seine Debütsaison als starker WM-Zwölfter. Für Steiner ist das umso bemerkenswerter, weil Hadjar bei den Racing Bulls ohne erfahrene Referenz auskommen musste. „Er hatte niemanden, dessen Daten er vergleichen konnte. Keine Hilfe bei Linienwahl, Bremspunkten oder Set-up. Er musste alles selbst lernen und genau das macht seine Leistung so stark.“

Formel 1 Max Verstappen Red Bull Baku Aserbaidschan 2025
Max Verstappen. Credit: Getty Images / Red Bull Content Pool

Mit Blick auf Red Bull und das neue Reglement 2026 sieht Steiner nun eine besondere Chance: „Der Vorteil für Hadjar ist: Er steigt nicht in ein Auto, das Max seit Jahren kennt. Beide fangen bei null an. Keiner weiß, wie das neue Auto funktioniert. Das ist eindeutig zu Isacks Vorteil.“

Verstappen zu schlagen bleibe dennoch eine enorme Aufgabe. „Um Max wirklich herauszufordern, musst du außergewöhnlich gut sein“, betont Steiner. Doch er traut Hadjar zu, zumindest eines zu schaffen: „Ich erwarte, dass er den Druck auf Max hochhält. Mehr kann man im ersten Schritt kaum verlangen, aber genau das kann er.“

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Autor

Alex Warneke
Alex Warneke

Alex ist unser Hybrid im Redaktionsteam. Als Rennspiel-Experte versorgt er die F1 Insider Leser mit Texten aus der SimRacing-Welt. Zudem ist Alex als Videocreator im F1-Insider-Team aktiv. Interviews und spannende Themen aus der Formel 1 bereitet er für unseren YouTube Kanal auf.


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