Ferrari geht 2026 einen ungewöhnlichen Weg: Mit zwei unterschiedlichen Auto-Spezifikationen will die Scuderia früh Daten sammeln – und die Basis für einen starken Start legen.
Ferrari geht die Formel-1-Saison 2026 mit einem speziellen Ansatz an. Um die radikal neuen Regeln optimal zu verstehen, setzt die Scuderia in der Vorbereitung offenbar auf zwei unterschiedliche Fahrzeug-Spezifikationen. Teamchef Fred Vasseur bestätigte, dass die Italiener bereits in den ersten Testwochen mit klar getrennten Konzepten arbeiten werden, bevor eine finale Entscheidung fällt.
Hintergrund ist das enttäuschende Jahr 2025, das Ferrari nur auf Rang vier der Konstrukteurs-WM beendete. Nach dem knappen Titelduell mit McLaren und Red Bull 2024 erwies sich der komplett neu entwickelte SF-25 als Fehlgriff. Das neue Reglement für 2026 bietet nun die große Chance auf einen Reset – und genau dafür greift Technikchef Loic Serra tief in die Trickkiste.
Ferrari mit zwei unterschiedlichen Rennern zum Jahresstart
Nach Informationen aus Italien wird Ferrari bei den nicht-öffentlichen Tests in Barcelona Ende Januar zunächst mit einer sogenannten „Spec A“ antreten. Dieses Auto dient vor allem als Entwicklungs- und Analyseplattform. Im Fokus stehen dabei die neue Antriebseinheit, die Elektronik sowie das komplexe Energie-Management der kommenden Hybrid-Generation. Aerodynamik und Performance spielen hier eine untergeordnete Rolle, entscheidend sind Zuverlässigkeit und Daten.

Erst bei den beiden offiziellen Tests in Bahrain sollen Lewis Hamilton und Charles Leclerc die „Spec B“ fahren – also jene Version, die dem späteren Rennauto deutlich näherkommt. Dieses zweite Konzept soll bereits das finale Aerodynamik-Layout, die neue Aufhängung und das angestrebte Kühl-Konzept zeigen. Anschließend will Ferrari aus den gesammelten Erkenntnissen ein endgültiges Gesamtpaket schnüren.
Vasseur macht keinen Hehl daraus, dass sich das Auto bis Melbourne noch deutlich verändern kann. Das Ziel sei es, möglichst viele Antworten früh zu bekommen, ohne den Konkurrenten bereits alle Karten offenzulegen. Auch andere Teams dürften ihre Fahrzeuge während der drei Testphasen stark umbauen.
Klar ist: In Maranello will man kein weiteres Übergangsjahr akzeptieren. Mit getrennten Entwicklungsstufen, klarer Datensammlung und maximaler Flexibilität soll 2026 endlich wieder der Weg zurück an die Spitze führen.
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