Mick Schumacher wechselt 2026 in die IndyCar-Serie. Christian Danner erklärt, warum die US-Formel 1 heute nicht mehr die „Todesfalle“ früherer Zeiten ist.
Mick Schumacher wagt 2026 den großen Schritt in die USA. Der Sohn von Formel-1-Legende Michael Schumacher startet in der IndyCar-Serie für Rahal Letterman Lanigan und bereitet sich derzeit auf den Saisonstart am 1. März in St. Petersburg (Florida) vor. Dazu postete er gerade erst ein Foto mit seiner neuen Boxencrew.
In St. Petersburg steht Anfang März ein Stadtkurs auf dem Programm. Die Indycar-Serie ist aber vor allem für ihre Ovalkurse berühmt und berüchtigt. Am 4. Februar wird sich Schumi jr. beim Test in Homestead/Miami einen Vorgeschmack auf die Nudeltöpfe holen, die von einigen Experten als zu gefährlich bewertet werden.
Danner erklärt Mick Schumachers Indycar-Herausforderung
„Der Sicherheitsstandard der Formel 1 ist natürlich höher“, räumt auch Ex-Indycar- und Formel-1-Pilot Christian Danner bei web.de ein. Aber: „Die IndyCar hat in den letzten Jahren massiv aufgerüstet, alles ist deutlich sicherer als früher.“
Entscheidend seien moderne Lösungen wie der Aeroscreen sowie neue Barrieren, die Aufprallenergie besser absorbieren. Danner bringt es drastisch auf den Punkt: „Es ist nicht mehr die Todesfalle, die es zu meiner Zeit war. Damals bist du in die Mauer, und dann gingen die Lichter aus.“ Heute sei IndyCar „machbar und akzeptabel“.
Der Reiz der Serie liegt für den RTL-Experten nicht nur im Risiko, sondern im Racing selbst. Das sei „Formelrennsport auf absolutem Weltklasseniveau“, sagt er. „Technisch längst nicht so komplex, strategisch weniger verschachtelt und die Autos sind etwas langsamer, wenn auch nicht viel. Auch der gesamte Auftritt wirkt reduzierter, ohne die gigantischen Motorhomes, die es in der Formel 1 gibt.“
Alle Teams fahren dasselbe Dallara-Chassis, es gibt keine Servolenkung, wenig Entwicklungsspielraum. Das Ergebnis: Der Fahrer macht den Unterschied. Danner: „Die Herausforderung besteht darin, das vorhandene Paket perfekt auszunutzen und fahrerisch das Maximum herauszuholen.“
Auf der Strecke geht es direkter zur Sache als in der Formel 1, die US-Formel 1 führe „keine endlosen Debatten über ‚Driving Standards‘ – da wird nicht geflennt, sondern gefahren.“
Indianapolis: Das größte Rennen der Welt
Höhepunkt der Saison sind die 500 Meilen von Indianapolis. Für Danner steht fest: „Es ist das größte Autorennen der Welt, egal was Le Mans für sich reklamiert.“
370 bis 380 km/h im Schnitt, 33 Autos, Hunderttausende Zuschauer – der ehemalige Indycar-Fahrer gerät ins Schwärmen: „Durch die Masse an Autos und Zuschauern entsteht eine Atmosphäre, die im Motorsport einzigartig ist.“ Ein Sieg dort „katapultiert dich in den Olymp des globalen Motorsports“.
Fazit
Mick Schumacher weiß, worauf er sich einlässt. IndyCar ist hart, schnell und gnadenlos ehrlich. Aber eben nicht mehr die Todesfalle vergangener Jahrzehnte.
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