Kein Podium, viel Frust – doch ein Ex-Ferrari-Ingenieur erklärt, warum Hamiltons schwieriges erstes Jahr kein Alarmzeichen ist.
Lewis Hamilton und Ferrari – das erste gemeinsame Jahr 2025 verlief ernüchternd. Kein Podium, 86 Punkte Rückstand auf Teamkollege Charles Leclerc, Platz sechs in der WM. Jetzt meldet sich mit Jock Clear ein Mann zu Wort, der Hamilton wie kaum ein anderer kennt – und nimmt den Superstar in Schutz.
Clear arbeitete mit Hamilton bereits bei Mercedes, 2025 auch bei Ferrari, bevor er Ende des Jahres die Scuderia verließ. Seine Diagnose ist klar: „Ich erinnere die Leute daran, dass es bei Michael fünf Jahre gedauert hat, bis er mit Ferrari etwas gewonnen hat.“
Ferrari-Vergleich zwischen Hamilton und Schumacher hinkt
Gemeint ist natürlich Michael Schumacher, der 1996 nach Maranello wechselte – damals mit 27 Jahren, allerdings ganze 13 Jahre jünger als Hamilton bei seinem Ferrari-Start.
Clear betont: „Ich weiß, dass Lewis letztes Jahr wirklich eine harte Zeit hatte, mit der Schwierigkeit dieser Aufgabe umzugehen.“ Gerade das sei wichtig, um zu verstehen, wie komplex die Formel 1 sei: „Es ist beruhigend, die Leute daran zu erinnern, wie schwierig die Formel 1 ist.“
Dabei hätte ein schneller Titelgewinn dem Sport aus Clears Sicht sogar geschadet: „Wenn Lewis gekommen wäre und einfach eine achte Weltmeisterschaft gewonnen hätte, hätte das den Sport ein Stück weit entwertet oder kleingeredet.“
Zum Vergleich zieht Clear auch Carlos Sainz heran, der 2025 zu Williams Racing wechselte. „Nach fünf Rennen haben die Leute gesagt: ‚Was ist passiert? Ich dachte, er würde Alex Albon locker schlagen.‘“ Doch am Ende habe man gesehen: „Es passiert nicht über Nacht.“
Clear glaubt an Hamilton
Für Clear ist deshalb klar, dass Hamilton nicht aufgibt: „Ein Teil der Frustration von Lewis ist wahrscheinlich, dass er das alles weiß. Aber er wird nicht aufgeben, nur weil 2025 hart war.“ Der siebenmalige Weltmeister habe gewusst, wie schwierig die Aufgabe ist. „Hamilton wird nächstes Jahr stärker und entschlossener zurückkommen, an der Entwicklung arbeiten und alles tun, um das Projekt zum Erfolg zu führen.“
Dass ihn die Saison mitgenommen hat, bestätigte Hamilton zuletzt selbst. In einem sehr persönlichen Statement schrieb der inzwischen 41-Jährige über 2025: „Ich bin unglaublich dankbar für diese Pause. Zeit, um abzuschalten, neue Energie zu tanken und ein bisschen inneren Frieden zu finden. Zeit mit Familie und Freunden, mit Ruhe und gutem Lachen, war genau das, was ich nach einem sehr anstrengenden Jahr gebraucht habe.“
Und mit Blick nach vorn machte Hamilton klar: „Die Zeit für Veränderung ist jetzt. Neue Routinen beginnen, alte Muster hinter sich lassen und an Wachstum arbeiten.“
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