Aston Martin soll 2026 mit rund 15 kg Übergewicht starten, offenbar bewusst. Adrian Newey setzt auf Aerodynamik statt Idealgewicht.
Kurz vor dem Start der neuen Formel-1-Ära 2026 sorgt eine brisante Meldung für Aufsehen: Aston Martin soll nach Informationen des italienischen Portals funoanalisitecnica mit seinem neuen AMR26 rund 15 Kilogramm über dem Mindestgewicht liegen. Und das offenbar nicht aus Versehen, sondern als bewusste Entscheidung von Adrian Newey.
Nach Informationen aus dem Umfeld der Teams nimmt Aston Martin das Übergewicht gezielt in Kauf, um aerodynamisch die bestmögliche Basis zu schaffen. Das neue Reglement schreibt ein Mindestgewicht von 768 Kilogramm vor – inklusive Fahrer und Reifen. Ein Plus von 15 Kilogramm entspricht fast zwei Prozent der Gesamtmasse und kann je nach Strecke bis zu fünf Zehntelsekunden pro Runde kosten, etwa auf Referenzkursen wie Barcelona.
Formel 1: Was steckt hinter dem Newey-Ansatz?
Doch Newey folgt einer bekannten Philosophie. Bereits 2022 startete Red Bull mit der von ihm entworfenen RB18 ebenfalls 15 Kilogramm zu schwer in die Ground-Effect-Ära und baute diesen Nachteil im Saisonverlauf konsequent ab. Das Ergebnis ist bekannt.

Der Gedanke dahinter: Gewicht lässt sich reduzieren, ein falsches Aero-Konzept kaum reparieren. Newey soll beim AMR26 extrem auf Effizienz der Luftströme gesetzt haben, selbst wenn dafür eine stabilere, schwerere Struktur nötig war, um Crash-Tests zu bestehen. Besonders die schmalere Frontsektion der Monocoque-Struktur soll aerodynamische Vorteile bringen, verlangt aber zusätzliche Verstärkungen.
Hinzu kommt ein weiterer Faktor: Aston Martin fertigt 2026 erstmals zentrale Komponenten selbst. Getriebe, Hinterradaufhängung und Teile der Integration der neuen Honda-Power-Unit entstehen erstmals vollständig in Silverstone. In einem solchen Premierenjahr gilt: Zuverlässigkeit vor Leichtbau. Schwerere, robustere Bauteile sind die logische Folge.
Übergewicht soll intern nicht für Unruhe sorgen
Auch das neue Honda-Packaging spielt eine Rolle. Andere Aufhängungspunkte, neue Strukturvorgaben und Sicherheitsreserven könnten zusätzliche Kilos verursacht haben.
Intern gilt das Übergewicht daher nicht als Alarmzeichen, sondern als Startpunkt einer Entwicklungsstrategie. Ziel: erst die Aerodynamik perfektionieren, dann Schritt für Schritt abspecken. Genau so, wie es Newey bereits zum Erfolg in der Formel 1 geführt hat.
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