Helmut Marko schlägt Alarm vor der neuen Formel-1-Ära: Der frühere Red-Bull-Boss warnt vor einer möglichen Mercedes-Dominanz 2026.
Helmut Marko blickt mit gemischten Gefühlen auf die Formel-1-Saison 2026. Der langjährige Motorsportberater von Red Bull wird die neue Ära zwar nur noch als Beobachter verfolgen, sieht den Sport aber vor einem möglichen Ungleichgewicht. Aus seiner Sicht könnte vor allem ein Hersteller früh einen entscheidenden Vorteil haben – Mercedes.
Auf die Frage, wer unter dem neuen Reglement Weltmeister werden könnte, sagt Marko im Gespräch mit dem ORF offen: „Ich fürchte, es wird ein Pilot sein, der ein Mercedes-Triebwerk verwendet.“
Nach allem, was man derzeit höre, sei Mercedes „in der Motorenentwicklung am weitesten“.

Marko befürchtet große Abstände zwischen den Teams
Besonders beunruhigend findet Marko die Kombination der neuen technischen Faktoren. 2026 treffen ein komplett neues Verbrennerkonzept, deutlich stärkere elektrische Komponenten, komplexe Software-Strategien sowie CO₂-freier Kraftstoff aufeinander. „Ich glaube, dass aufgrund der massiven Änderungen die Zeitabstände viel größer sein werden.“
Während die Formel 1 in den vergangenen Jahren eines der engsten Felder ihrer Geschichte erlebt habe, rechnet Marko mit einer deutlichen Spreizung. „Letztes Jahr hatten wir Qualifyings, in denen 20 Autos innerhalb von sieben Zehnteln lagen. Ich denke, das wird sich 2026 deutlich auseinanderziehen“, so seine Prognose. Stattdessen befürchtet er „teilweise Sekundenabstände“, falls ein Hersteller das Gesamtpaket besser als die Konkurrenz beherrscht.
YKjfkGPvXM4Zwar hofft Marko, dass die FIA im Extremfall eingreifen würde, doch er sieht klare Grenzen: „Man kann Motorregularien nicht von heute auf morgen ändern. Das braucht Vorlaufzeit, mindestens ein Jahr.“ Eine schnelle Korrektur wäre also kaum möglich, sollte sich erneut eine Dominanz wie 2014 abzeichnen.
„Der Fahrer wird eine entscheidende Rolle spielen“
Trotz aller Sorgen sieht Marko einen Faktor, der 2026 an Bedeutung gewinnen könnte: den Fahrer. Durch das neue Energiemanagement, Rekuperation und aktive Systeme müsse der Pilot mehr denn je mitdenken. „Der Fahrer wird eine entscheidende Rolle spielen, wie er die Energie nutzt und gleichzeitig am Limit fährt“, erklärt er.
Gerade darin sieht Marko einen möglichen Vorteil für Max Verstappen: „Das wird ein immenser Vorteil für ihn sein, weil er sauschnell fahren und gleichzeitig denken kann.“ Auch erfahrene Routiniers wie Fernando Alonso könnten davon profitieren. Einen klaren technischen Rückstand werde jedoch selbst der beste Fahrer nicht vollständig kompensieren können.
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