Ehe der erste Testkilometer der Saison 2026 gefahren ist, liefern sich Cadillac und Ford einen offenen Schlagabtausch.
Noch bevor die F1-Saison 2026 begonnen hat, bieten sich zwei langjährige US-Rivalen bereits ein öffentliches Wortgefecht: Cadillac und Ford geraten aneinander und das ganz ohne eine einzige gefahrene Rennrunde.
Hintergrund ist der Einstieg von Cadillac als neues Formel-1-Team ab 2026. Ford wiederum kehrt als Partner von Red Bull Racing und den Racing Bulls in die Königsklasse zurück. Während sich beide Konzerne offiziell auf die Technik konzentrieren wollen, flogen nun verbal bereits die Fetzen.
Auslöser war ein Kommentar des Cadillac-F1-CEO Dan Towriss, der die Ford-Partnerschaft mit Red Bull öffentlich kleinredete. Seine Aussage: „Das ist doch ein Marketing-Deal mit minimalen Auswirkungen, während GM Anteile am Cadillac-Team hält. GM ist bei uns technisch tief eingebunden und war von Anfang an dabei. Die beiden Deals könnten nicht unterschiedlicher sein.“
F1-Neuankömmlinge: Ford kontert Cadillac
Ford-Konzernchef Bill Ford konterte deutlich: „Ich würde sagen, das Gegenteil ist der Fall. Sie fahren meines Wissens mit einem Ferrari-Motor und nicht mit einem Cadillac-Aggregat. Ich weiß nicht einmal, ob GM-Mitarbeiter überhaupt im Rennteam mitarbeiten. Unsere Partnerschaft eine reine Marketing-Maßnahme? Nichts könnte von der Wahrheit weiter entfernt sein. Ich war zunächst baff über solche Aussagen, dann musste ich darüber lachen.“
Auch Fords Motorsportchef Mark Rushbrook schaltete sich ein und unterstrich den technischen Anspruch des Projekts: „Die Leute dürfen ruhig ihre Meinung haben, aber wenn sie sehen würden, was hier bei Ford vor sich geht, wenn wir ihnen Einblick gewähren und alles zeigen könnten, wären sie sehr schnell von etwas Anderem überzeugt.“

Rushbrook stellte klar, dass Ford bewusst keinen reinen Logo-Deal wollte: „Das ist nicht einfach nur ein Marketing-Programm. Natürlich spielt dieser Aspekt eine Rolle, aber wir packen voll mit an. Wir arbeiten eng mit Red Bull zusammen, allein schon wegen der technischen Anforderungen und des Tempos, das wir vorlegen müssen.“
Und weiter: „Wir hätten viel Geld ausgeben können, um unser Logo auf ein Auto zu kleben. Doch wir haben uns ganz bewusst für die Gründung von Red Bull Ford Powertrains entschieden – als echte technische Partnerschaft.“
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