Vier Titel mit Vettel, vier mit Verstappen – doch für Ex-Red-Bull-Chefberater Helmut Marko trennen die beiden Weltmeister Welten.
Sebastian Vettel und Max Verstappen haben Formel-1-Geschichte geschrieben – beide mit vier WM-Titeln für Red Bull. Und trotzdem haben sie ganz unterschiedliche Stärken, wie Ex-Red-Bull-Berater Helmut Marko verrät
Vettel: der Denker im Cockpit
Mit Sebastian Vettel feierte Red Bull zwischen 2010 und 2013 vier Titel in Serie. Für Marko war Vettel vor allem eines: ein Analytiker. „Sebastian war immer sehr technikbezogen“, sagt der Grazer. „Er hat mit seinem Ingenieur die Daten bis ins Letzte studiert und analytisch aus dem Auto das Maximum herausgeholt.“ Vettel habe das Fahrzeug gemeinsam mit dem Team aufgebaut, verstanden und perfektioniert – und dann zugeschlagen, wenn alles gepasst habe. Markos Fazit: „Sebastian war der Intellektuelle.“
Verstappen: Naturtalent mit Brutalität
Ganz anders Max Verstappen. Auch er holte vier WM-Titel mit Red Bull Racing, aber auf eine völlig andere Art. „Max ist mehr der natürliche Fahrer“, erklärt Marko. „Er braucht keine Aufwärmphase.“ Besonders bei Regen zeige sich das extrem: Verstappen sei in den ersten Runden zwei bis drei Sekunden schneller als die Konkurrenz, während sich die anderen erst anpassen müssten.
Marko verweist dabei auf mehrere Auftritte in Brasilien, wo Verstappen mit unglaublicher Fahrzeugbeherrschung glänzte. „Er hat beinahe unmenschliche Dinge vollbracht“, so der Österreicher.
Was ihn zusätzlich unterscheidet: Verstappens kompromisslose Art. „Er hat sicher mehr Brutalität. Er zieht Dinge durch – nicht egal wie, aber bis an die Grenzen.“ Genau das habe ihm auch sein Image im Fahrerlager eingebracht. Die anderen Fahrer wüssten genau, was sie erwartet, wenn Verstappen angreift. Marko: „Er hat ein gewisses Image.“
Zwei Wege zum Erfolg
Für den ehemaligen Red Bull-Motorsportchefberater ist klar: Beide sind Ausnahmekönner – aber mit völlig unterschiedlichen Charakteren und Herangehensweisen. Vettel arbeitete sich akribisch zum perfekten Paket, Verstappen wächst scheinbar mühelos über sich hinaus. Sein Fazit fällt eindeutig aus: „Beide sind Spitzenfahrer. Aber Max’ Entwicklung ging immer weiter – mit einer Leichtigkeit.“
Vier Titel, ein Team – und doch zwei völlig verschiedene Weltmeister.
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