Nico Hülkenberg erklärt, warum im ersten Formel-1-Jahr von Audi Geduld und Lernkurven entscheidend werden.
Von Bianca Garloff und Alexander Warneke
Bei der Präsentation von Audis erstem eigenen Formel-1-Auto in Berlin stand die neue Lackierung im Fokus. Der erste Audi-Renner der Formel-1-Geschichte startet in Silber, Schwarz und Audi-Rot. Doch viel wichtiger als das Aussehen ist die Schnelligkeit des Gefährts. Nico Hülkenberg hat sich bei der Vorstellung des Audi R26 zur neuen Saison geäußert.
Nach einer imposanten Fahrzeugvorstellung im Berliner Kraftwerk gilt nun auf der Strecke Akzente zu setzen: „Den Hype müssen wir uns erst erarbeiten. Wir müssen den Leuten etwas liefern, worauf sie sich freuen können. Hoffentlich gelingt uns das“, lautet die Ansage von Hülkenberg.
Wie stark ist das „Audi-Paket“?
Sportlich schlägt Hülkenberg einen geerdeten Ton an. Insbesondere der Start ins neue Reglement sei schwer vorherzusagen: „Am Ende hängt aber alles davon ab, wie konkurrenzfähig das Paket ist. Gerade zu Beginn der Saison kann es deutlich gemischter und unbeständiger werden, auch was die Konstanz der Teams von Strecke zu Strecke angeht.“
Der Emmericher ergänzt: „Ich kann mir gut vorstellen, dass es gerade in der ersten Saisonphase ein ziemliches Auf und Ab gibt, während alle noch lernen und versuchen, alles zu verstehen.“
Hülkenberg: „Ein Sieg wäre natürlich ein Traum“
Für Hülkenberg wäre nach dem langersehnten ersten Podestplatz in Silverstone vergangene Saison ein Rennsieg die nächste persönliche Errungenschaft: „Ein Sieg wäre natürlich ein Traum. Das Podium habe ich erreicht, ein Rennsieg wäre das nächste große Ziel. Aber am Ende geht es darum, die Chancen und das Potenzial des Autos maximal auszunutzen. Wir wissen aktuell noch nicht, wie konkurrenzfähig wir sind. Deshalb müssen wir geduldig sein und erst sehen, wo wir zu Saisonbeginn stehen.“
Neben Hülkenberg sitzt Gabriel Bortoleto im R26. Die ersten Kilometer hat das Auto bereits bei einem frühen Shakedown in Barcelona abgespult, bewusst ohne Leistungsfokus. „Es ging um Systeme, Funktionalität und Abläufe“, so Teamchef Jonathan Wheatley. „Aber wir konnten viele Haken auf unserer Checkliste setzen.“
Autoren: Bianca Garloff, Alex Warneke
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