Formel 1

McLaren-Boss gibt brisante Details zum Testauftakt bekannt

Formel 1 Andrea Stella McLaren 2025
Andrea Stella. Credit: Pauline Ballet/LAT Images/McLaren
Alex Warneke
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McLaren verzichtet in Barcelona auf den ersten Testtag und bringt stattdessen direkt ein entwickelteres 2026er Auto. Warum der WM-Champion bewusst Risiko geht.

McLaren verzichtet beim Start der Formel-1-Wintertests 2026 in Barcelona bewusst auf den ersten Testtag. Während viele Teams möglichst früh auf die Strecke wollen, beginnt der amtierende Weltmeister sein Programm erst am zweiten oder dritten Tag.

Wie Teamchef Andrea Stella erklärt, hat sich McLaren ganz bewusst dafür entschieden, so spät wie möglich in den fünftägigen Test einzusteigen. Hintergrund ist ein aggressiver Entwicklungsansatz: Zusätzliche Stunden im Windkanal und am Zeichenbrett sollte genutzt werden, um Performance zu finden. „Jeder Tag Entwicklung hat ein kleines bisschen Leistung gebracht“, sagt Stella. Ein früher Teststart hätte bedeutet, das Auto früher festzuschreiben und damit wertvolle Entwicklungszeit zu opfern.

Formel 1 Lando Norris McLaren Weltmeister Abu Dhabi 2025
Lando Norris. Credit: Clive Rose/Getty Images/McLaren

McLaren testet seine Melbourne-Spezifikation

Besonders bemerkenswert: McLaren reist nicht mit einer abgespeckten Basisversion nach Barcelona, sondern mit einem technisch weit entwickelten Paket, intern als „Melbourne-Spezifikation“ bezeichnet. Das ist in der Formel 1 eher unüblich. Viele Teams, darunter auch Ferrari, setzen zunächst auf konservative Varianten, um eine stabile Datenbasis zu schaffen, bevor komplexe Updates folgen.

Das britische Traditionsteam geht den entgegengesetzten Weg. Ziel ist es, möglichst früh mit der finalen, leistungsstärksten Konfiguration zu arbeiten und darauf aufzubauen. „Wir wollten die Saison mit dem wettbewerbsfähigsten Paket starten“, so Stella. Updates seien zwar bei allen Teams zwischen Test und erstem Rennen normal, doch der Grundgedanke sei gewesen, von Beginn an vom höchsten Entwicklungsniveau aus weiterzuarbeiten.

Der Ansatz ist riskant. Sollten grundlegende Probleme auftreten, müsste der Weltmeisterrennstall womöglich Schritte zurückgehen. Doch in Woking vertraut man auf die eigenen Prozesse. In den vergangenen Jahren funktionierten Upgrades bei McLaren zuverlässig.

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Autor

Alex Warneke
Alex Warneke

Alex ist unser Hybrid im Redaktionsteam. Als Rennspiel-Experte versorgt er die F1 Insider Leser mit Texten aus der SimRacing-Welt. Zudem ist Alex als Videocreator im F1-Insider-Team aktiv. Interviews und spannende Themen aus der Formel 1 bereitet er für unseren YouTube Kanal auf.


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