Isack Hadjar zeigt sich nach der ersten Ausfahrt im Red Bull RB22 zufrieden: viel Fahrzeit, berechenbares Handling und ein gelungener Einstand für den neuen Motor.
Beim ersten Wintertest der Formel 1 auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya stand für alle Teams vor allem eines im Mittelpunkt: Verstehen, nicht verstecken. Neue Autos, neue Motoren, neue Abläufe. Bestzeiten sind offiziell Nebensache, auch wenn sie intern natürlich genau registriert werden.
Und genau hier sorgte Red Bull für erste Aufmerksamkeit. Obwohl die Zeiten nicht veröffentlicht wurden, war im Fahrerlager schnell zu hören, wer am ersten Testtag den Ton angab: Isack Hadjar. Der Franzose war im RB22 unterwegs, erstmals angetrieben vom neuen Red-Bull-Powertrains-Motor in Zusammenarbeit mit Ford.
Hadjar zog nach seinem ersten Tag ein auffallend positives Fazit: „Ganz ehrlich, wir haben viel mehr Runden drehen können als erwartet. Die ganze Arbeit ist recht reibungslos verlaufen.“ Insgesamt soll Red Bull 107 Umläufe abgespult haben.
Red Bull-Pilot Hadjar: „Die Autos reagieren berechenbarer als 2025“
Ganz ohne Stolpersteine lief der Auftakt zwar nicht, doch auch das ordnet der 21-Jährige gelassen ein: „Es gab auch bei uns das eine oder andere Problemchen, aber das waren wirklich nur Kleinigkeiten. Ich finde das ziemlich eindrucksvoll für einen ersten Tag mit dem eigenen Motor.“
Besonders interessant sind Hadjars Eindrücke im direkten Vergleich zum Vorjahresauto. Trotz komplett neuem Reglement fühlt sich der 2026er-Bolide für ihn vertrauter an als erwartet: „Die Autos reagieren berechenbarer als ein Rennwagen von 2025. Ich kann leichter damit spielen.“
Gleichzeitig macht er klar, dass die neue Technik eine deutlich höhere Komplexität mit sich bringt: „Natürlich sind die ganzen Bedienungs-Elemente ungleich komplexer als zuvor, ich habe schon heute versucht, mit den ganzen verschiedenen Einstellungen der Antriebseinheit zu experimentieren ,das ist sehr interessant.“

„Sehr solide für den ersten Tag“
Unterm Strich bleibt Hadjar realistisch, aber zufrieden: „Die Fahrbarkeit ist anständig. Nach meinem Empfinden ist das jetzt nicht meilenweit davon entfernt, was wir gewohnt waren. Klar gibt es da noch viel Arbeit, aber für einen ersten Tag war das sehr solide.“
Für Red Bull ist dieses Feedback mehr als nur ein gutes Gefühl. Ein problemloser Auftakt mit dem eigenen Motorprojekt gilt im Fahrerlager als wichtiger Gradmesser. Die wirklich aussagekräftigen Zeiten sollen zwar erst beim nächsten Test in Bahrain folgen, doch der erste Eindruck aus Barcelona stimmt die Mannschaft aus Milton Keynes spürbar optimistisch. Dienstag steigt Max Verstappen in den RB22.
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