Beim Formel-1-Test in Barcelona rollt der neue Audi nur 27 Runden. Doch Teamchef Jonathan Wheatley bleibt gelassen.
Der Start ins Formel-1-Zeitalter hätte für Audi besser verlaufen können. Beim ersten offiziellen Testtag in Barcelona war der brandneue Rennwagen aus Ingolstadt zwar früh auf der Strecke – aber nicht lange. Nach nur 27 Runden musste Gabriel Bortoleto den schwarz-roten Renner in Kurve 10 abstellen. Technisches Problem, rote Flagge; der Testtag war für Audi gelaufen.
Auf dem Papier ist das kein Ruhmesblatt: Kein anderes Team drehte weniger Runden. Doch wer deshalb Krisenstimmung erwartet, liegt daneben. Jonathan Wheatley, Audis neuer Teamchef und früher langjähriger Sportdirektor bei Red Bull Racing, bewahrt demonstrativ Ruhe.
Audi-Teamchef: „Technikproblem erkannt, Auto abgestellt“
„Wir hatten ein technisches Problem mit dem Auto, das wir erkannt haben. Da haben wir entschieden, das Auto auf der Strecke abzustellen“, erklärte Wheatley mit britischer Gelassenheit. Statt blind Kilometer zu sammeln, wolle man die Fehlerquellen jetzt lieber gründlich analysieren. Schließlich sei man genau aus diesem Grund bei einem Shakedown: um Kinderkrankheiten zu finden und auszumerzen.
Auch Fahrer Gabriel Bortoleto nahm die frühe Zwangspause sportlich: „Mir war klar, dass nicht alles reibungslos laufen würde. Genau für solche Tests ist das hier da. Wir haben viel gelernt – jetzt geht es darum, die Wehwehchen aus der Welt zu schaffen.“
Die nächste Ausfahrt hängt nun auch vom Wetter ab. In Barcelona sind die Bedingungen wechselhaft, am Dienstag regnete es. Wheatley bleibt entspannt: „Uns bleiben dieses Jahr genug Gelegenheiten, um zu testen. Wichtig ist, dass wir wissen, woran wir sind.“
Dass Audi entsprechend vorsichtig agiert, ist kein Zufall: Als Neueinsteiger mit eigenem Antriebspaket steht das Team besonders im Fokus. Niemand erwartet, dass die Ingolstädter im ersten Jahr um Siege fahren, aber unnötige PR-Patzer will man sich auch nicht leisten.
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