Formel 1

Multitasking im Ferrari: Hamilton setzt sich selbst unter Druck

Formel 1 Ferrari SF-26 Lewis Hamilton 2026
Lewis Hamilton. Credit: Ferrari

Ferrari-Star Lewis Hamilton über neue Formel-1-Regeln, Power-Management und die Rolle der Fahrer.

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Ferrari-Star Lewis Hamilton über neue Formel-1-Regeln, Power-Management und die Rolle der Fahrer.

2026 beginnt eine neue Ära in der Formel 1 und die wird für alle Fahrer zur Feuerprobe. Das jedenfalls glaubt Lewis Hamilton. Der siebenfache Weltmeister spricht von der wohl größten Herausforderung, die er in seiner Karriere erlebt hat.

„Der Reglement-Wechsel ist monumental – der größte, den ich je erlebt habe“, so Hamilton im Gespräch mit Sky Sports F1. 

Die Änderungen für 2026 sind gewaltig: kleinere, leichtere Autos, eine 50:50-Verteilung zwischen Verbrennungs- und Elektromotor, das Ende des bekannten DRS-Systems und stattdessen aktive Aerodynamik mit beweglichen Front- und Heckflügeln.

Hamilton warnt vor Härtetest

Hamilton sieht darin eine seltene Chance, aber auch einen echten Härtetest: „Alle Teams starten von null. Es wird entscheidend sein, wer sich am schnellsten entwickelt, wer die besten Ideen hat und wie gut Fahrer und Ingenieure zusammenarbeiten.“ Besonders brisant dabei: Von seinem eigenen Renningenieur Ricciardo Adami hat sich der Brite gerade erst getrennt.

Formel 1 Ferrari SF-26 Lewis Hamilton 2026
Lewis Hamilton. Credit: Ferrari

Besonders betont Hamilton, wie komplex das neue Antriebskonzept sein wird: „Der Motor ist die größte Herausforderung. Auch wenn es weiterhin ein V6 ist; das Management von Batterie, Rekuperation und Leistungsabgabe pro Runde ist komplett neu.“

Ferrari-Star sieht effiziente Fahrer im Vorteil

Der Ex-Champion sieht die Fahrer dabei stärker in der Verantwortung als je zuvor. Das richtige Energiemanagement, effizientes Fahren, gezieltes Nutzen der aktiven Aerodynamik – all das müsse in jedem einzelnen Stint perfekt abgestimmt werden. 

„2026 ist das Jahr, in dem man der effizienteste Fahrer überhaupt sein muss“, erklärt der Brite. „Man muss alles aus dem Auto herausholen: Grip, Energie, Effizienz und Rennintelligenz.“

Eine eindringliche Warnung, die Hamilton allerdings auch selbst unter Druck setzt. Sollte er erneut langsamer sein als sein Teamkollege Charles Leclerc, dürften Experten die Niederlage auch mit dem neuen Multi-Tasking hinterm Steuer erklären. 

Bereits 2025 wirkte er im Cockpit teils überfordert. Schnelles und gleichzeitig effizientes Fahren mit diversen neuen Funktionen erfordern indes volle Aufmerksamkeit am Steuer.

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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