Formel 1

Aston Martin stoppt Entwicklung von Vettels Auto

Formel 1 Sebastian Vettel Aston Martin Silverstone 2021
Sebastian Vettel. Credit: Aston Martin

Sommerpause in der Formel 1: Aston Martin nutzt die Halbzeit, um die Entwicklungsressourcen umzuschichten. 2021 wird das Auto nicht mehr verbessert

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Sommerpause in der Formel 1: Aston Martin nutzt die Halbzeit, um die Entwicklungsressourcen umzuschichten. 2021 wird das Auto nicht mehr verbessert

Den zweiten Platz aus Ungarn ist Sebastian Vettel (34) endgültig los. Aston Martin wird nach der abgelehnten Überprüfung auch keine Berufung einreichen. Damit bleibt der Deutsche auf Platz 12 der WM, 165 Punkte hinter Spitzenreiter Lewis Hamilton.

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Und jetzt kommt die nächste Hiobsbotschaft: Vettels Aston Martin AMR21 namens Honey Ryder wird dieses Jahr nicht mehr weiterentwickelt. Aston Martin konzentriert sich von nun an auf die Entwicklung des Autos nach den neuen Regeln 2022.

Aston Martin-Chefingenieur Tom McCullough verrät: „Auch wenn wir mit dem gleichen Chassis fahren wie vor einem Jahr, so wurde an unserem Wagen zwischen dem Saisonstart in Bahrain und dem britischen Grand Prix in Silverstone jedes Teil verbessert, das vom Fahrtwind berührt wird.“

Formel 1 Sebastian Vettel Aston Martin Spielberg Steiermark GP 2021
Sebastian Vettel. Credit: AM

So konnte sich das Team des englischen Traditionshersteller aus dem hinteren Mittelfeld nach vorn kämpfen. Sagt auch McCullough: „Das hat sich bezahlt gemacht. Wir wissen, dass wir noch immer nicht das schnellste Auto im Feld haben, aber wir liegen mit unseren direkten Gegnern eher auf Augenhöhe als zu Beginn des Jahres.“

Aston Martin Fokus voll auf 2022er Wagen

Vettel überzeugte mit Rang fünf in Monaco, Platz zwei in Baku und dem Podiumsrang in Budapest – der ihm wegen zu wenig Sprit im Tank wieder weggenommen wurde. In der WM liegt Aston Martin mit 48 Zählern auf Rang sieben hinter Alpha Tauri (68) und Alpine (75). Die Franzosen hatten mit Esteban Ocon das Rennen auf dem Hungaroring gewonnen.

Doch der Entwicklungsstand des grünen Renners wird jetzt nur noch verwaltet. „Wir haben in elf Rennen neun Mal gepunktet, Highlight ist natürlich die Leistung von Vettel in Baku und auf dem Hungaroring“, konstatiert Tom McCullough. „Ich bin wirklich beeindruckt davon, welch tolle Arbeit unser Entwicklungs-Team geleistet hat. Der Speed von Sebastian in Ungarn war eindrucksvoll. Aber mit der Sommerpause haben wir einen Entwicklungs-Stopp verhängt, wir konzentrieren uns nun ganz auf die Arbeit am 2022er Wagen.“

Immerhin: Die direkte Konkurrenz dürfte die eigenen Autos auch kaum noch weiterentwickeln. 2022 rückt immer mehr in den Fokus.

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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