Formel 1

Audi-Vorstand: „Gute Entscheidungen zur Formel-1-Zukunft“

Dakar Audi Oliver Hoffmann 2022
Audi-Entwicklungsvorstand Oliver Hoffmann bei der Dakar. Credit: Audi

Es wird immer heißer: Wann verkünden die Volkswagen-Marken Audi und Porsche ihren Einstieg in die Formel 1?

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Es wird immer heißer: Wann verkünden die Volkswagen-Marken Audi und Porsche ihren Einstieg in die Formel 1?

Die Formel 1 befindet sich derzeit nur vom Kalender her im tiefen Winterschlaf. Hinter den Kulissen dagegen geht es heiß her. Es wird die Zukunft geplant und nicht nur die nahe. Hintergrund: 2026 bringt die Formel 1 ein neues Antriebsreglement mit rund 50 Prozent Elektroanteil und Biosprit, der den Verbrennungsmotor befeuern soll. Das Konzept inklusive diverser Standardteile und einem Kostendeckel auch für Motoren soll neue Hersteller anlocken, allen voran den Volkswagen-Konzern.

Seit September 2021 berichtet F1-Insider.com, dass Volkswagen die Königsklasse sowohl mit Audi als auch Porsche ins Auge gefasst hat. Mittlerweile kommen entsprechende Meldungen auch aus England. Der letzte Stand entspricht immer noch unserer Ursprungsmeldung: Audi will sich bei McLaren einkaufen und Porsche spannt als Motorhersteller mit Red Bull und AlphaTauri zusammen. Synergien sollen dadurch entstehen, dass beide Volkswagen-Schwestern denselben Hybrid-Motor verwenden.

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Bei Audi ist nach Informationen von F1-Insider.com verbrieft: Die Verhandlungen mit McLaren über den Kauf von Anteilen laufen. Dabei geht es auch um den Teil der britischen Automobil-Gruppe, der die Serien-Sportwagen baut. Die Ingolstädter wollen auch mit flotten Flitzern für die Straße Nachhaltigkeit und Image-Politur verbinden.

Audi spannt mit McLaren zusammen, Porsche mit Red Bull

Bei Audi ist nach Informationen von F1-Insider.com verbrieft: Die Verhandlungen mit McLaren über den Anteilskauf laufen. Dabei geht es neben der Formel 1 auch um den Teil der britischen Automobil-Gruppe, der die Serien-Sportwagen baut. Die Ingolstädter wollen sowohl auf der Rennstrecke als auch mit flotten Flitzern für die Straße Nachhaltigkeit und Image-Politur verbinden.

McLaren gehört aktuell mehrheitlich der Bahrain Mumtalakat Holding Company (56 Prozent), dem Investmentarm des Königshauses von Bahrain. 

Audi Dakar Rallye 2022 Ekström
Audi bei der Dakar 2021. Credit: Audi

Am Rande der Rallye Dakar in Saudi-Arabien (Audi holte schon einen Etappensieg mit dem neuen Audi RS Q e-tron) wurde Audis Entwicklungsvorstand Oliver Hoffmann zur Formel 1 befragt. Dementiert hat er die Pläne nicht. „Wir wollen mit unseren Motorsport-Projekten überraschen“, sagt er unter anderem zu F1-Insider.com. „Die Dakar macht wegen des innovativen und progressiven Antriebs-Konzepts für uns als Marke Sinn. Wir fahren hier mit Elektromotoren und einem Energiewandler (2-Liter-Vierzylinder-Turbo aus der DTM; d. Red.) lange Strecken durch die Wüste. Ab 2023 sind wir auch wieder in Le Mans (mit einem LMDh-Prototypen; d. Red.) am Start. Was in Zukunft noch kommt, werden wir sehen.“

Dann der entscheidende Nachsatz: „Die FIA hat ein paar gute Entscheidungen hinsichtlich der Zukunft der Formel 1 getroffen, auch die letzte Saison war schon sehr interessant. Jetzt fokussieren wir uns zunächst aber auf die Dakar und auf Le Mans.“

Allein: Formel-1-Chef Stefano Domenicali erwartet schon bald einen finalen Entschluss, der noch vom Konzern-Vorstand abgenickt werden muss. Der Italiener bestätigte im F1-Insider-Interview: „Ich denke, dass uns ein wichtiger Monat hinsichtlich der Entscheidung der Volkswagen-Gruppe bevorsteht. Ein Einstieg wäre großartig, aber ich kann nicht im Namen von VW sprechen.“

Trotzdem hat er ein wichtiges Argument für seine Rennserie parat: „Unser nachhaltiges Benzin, das wir parallel zu neuen Hybridmotoren mit einem höheren Elektroanteil einsetzen wollen, kann ihnen (VW; d. Red.) einen zweiten Weg neben der Elektromobilität eröffnen.“

Es scheint nur noch eine Frage der Zeit, wann Audi mit der nächsten guten Motorsport-Nachricht überrascht …

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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