Ayhancan Güven holt sich in einem dramatischen DTM-Finale in Hockenheim sensationell den Titel.
Rennsport-Krimi beim DTM-Finale in Hockenheim! Ayhancan Güven (26) schnappt sich sensationell den Titel. Der Porsche-Pilot gewinnt das Sonntagsrennen mit hauchdünnem Vorsprung – nach einem hochspannenden Finale.
Der Manthey-Porsche-Fahrer fährt dabei das Rennen seines Lebens. In der Schlussrunde verliert er zwar kurz die Führung an BMW-Pilot Marco Wittmann und damit eigentlich auch den Titel. Doch der Türke kontert in der Sachs-Kurve ohne Rücksicht auf Verluste und überquert die Ziellinie mit 0,169 Sekunden Vorsprung. Foto-Finish vor 102.000 Zuschauern im Motodrom!
Lucas Auer verliert Meistertitel im letzten Rennen
„Ich wusste, es wird eng, aber ich habe nie aufgehört zu pushen“, jubelt der neue Champion im Ziel. Damit geht der DTM-Titel erstmals an einen Fahrer aus der Türkei.

Das Saisonfinale hatte alles zu bieten, was die DTM kann: Drama, Chaos und packende Zweikämpfe. Die Titelkandidaten Jack Aitken (Ferrari) und Jordan Pepper (Lamborghini) werden kurz vor Schluss mit schwarzen Flaggen aus dem Rennen genommen. Grund: Beide haben ihre Penalty Laps nach Überholmanövern unter Gelb an Lucas Auer (Mercedes) nicht angetreten.
Der Österreicher, der die Meisterschaft bis vorm letzten Rennen angeführt hat, kommt als Vierter ins Ziel und wurde Vizechampion. Platz drei sichert sich Maro Engel (Mercedes).
Rasts Titelträume platzen nach Raketenstart
Besonders bitter läuft das Finale für Rene Rast. Der dreifache Champion hat von Startplatz fünf einen Raketenstart hingelegt, kämpft in der Spitzkehre sogar um Platz zwei – und wird dann zum Opfer einer Kettenreaktion.
Güven verbremst sich, Rast rutscht raus und wird am Heck von Ben Green getroffen, der zuvor von Jules Gounon angeschoben wurde. Das Renn- und Meisterschafts-Aus für den dreimaligen Champion, der nächstes Jahr nicht mehr in der DTM antritt.
„Der Auslöser war Güven“, schimpfte Rast den Tränen nahe. „Das war komplett unnötig und über dem Limit. So rausgenommen zu werden, ist ein Alptraum.“ Teamchef Torsten Schubert nahm Green in Schutz: „Der konnte nichts machen. Güven hat den Bremspunkt verpasst und uns rausgedrückt.“
Güven aber lässt sich davon nicht beeindrucken und rast zu seinem fünften Saisonsieg und ersten Titel.
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