Rallye

Extreme E startet mit Cupra und Rosberg in die Saison

Extreme E Start 2022
Credit: Extreme E

Die Elektro-SUV der Extreme E gehen in ihre dritte Saison. Cupra will weiter siegen, Rosberg den Titel zurück.

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Die Elektro-SUV der Extreme E gehen in ihre dritte Saison. Cupra will weiter siegen, Rosberg den Titel zurück.

In dieser Rennserie ist sogar die Lackierung extrem. Am kommenden Wochenende startet die Extreme E in ihre bereits dritte Saison – und das deutsche Team Abt-Cupra ist mit einer „mehrschichtigen und chamäleonartigen Karosseriefarbe, die ein tiefes Lila und Neongelb kombiniert“, dabei. Die Autos, die Rennen und die Fahrerpaarungen: extrem hoch drei!

Die Idee allerdings ist genauso extrem wie folgerichtig. Die Serie rast mit 544 PS starken Elektro-SUV gegen den Klimawandel – und zwar überall dort, wo der Planet bereits von Umweltsünden gekennzeichnet ist. Den Auftakt macht Saudi-Arabien mit dem Thema „Wüstenbildung“. Doch es ging auch schon ins nicht mehr ganz so ewige Eis nach Grönland.

Nachhaltigkeit steht an erster Stelle. Ein Beispiel: Die 37-Zoll-Reifen bestehen aus etwa 60 recycelten PET-Flaschen. Continental-Techniker Nels von Schnakenburg: „Wir haben die normale Polyesterkarkasse durch eine Karkasse aus recyceltem Material ausgetauscht. Das wurde aus recycelten PET-Flaschen hergestellt, die aus keinem geschlossenen Kreislauf kommen.“

Extreme E Cupra 2023
Credit: Seat

Die Energie für die beiden Elektromotoren pro Auto wird vor Ort aus Sonnenlicht und Brennstoffzellen generiert. Solarmodule produzieren zunächst Strom, um Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff zu spalten. Der wiederum wird in einer portablen Riesen-Brennstoffzelle in genügend Energie umgewandelt, um die 544 PS starken SUV zu versorgen.

Abt-Cupras Einheits-Elektrogeländewagen Tavascan XE gibt einen Hinweis auf das Design des neuen Serien-Tavascan, der 2024 auf den Markt kommen soll. Am Steuer drehen der fünfmalige Dakar-Sieger Nasser Al-Attiyah und Klara Andersson (23). Die Schwedin überzeugte 2022 als Ersatz für die verletzte Jutta Kleinschmidt (60) und holte gemeinsam mit Al-Attiyah beim Finale in Uruguay den ersten Cupra-Sieg. „Nach einem Lehrjahr und einer Saison mit den ersten Erfolgen wollen wir 2023 immer um Siege kämpfen und um den Titel fahren“, hat Teamchef Hans-Jürgen Abt Blut geleckt.

Damit schickt er auch eine Kampfansage in Richtung des zweiten deutschen Teams Ros-berg (RXR). Die Mannschaft von Nico Rosberg hat 2022 den im Vorjahr gewonnenen Titel im letzten Moment an das Team von Lewis Hamilton verloren. Jetzt steht die Revanche an. Rosberg: „Letztes Jahr haben wir die Meisterschaftstrophäe leider nicht mit nach Hause genommen, aber dieses Jahr wollen wir alles geben.“

Ein weiterer Gegner: das neue Team von Superstar-DJ Carl Cox. Extrem hoch drei!

TV-Tipp

ProSieben Maxx und ran.de zeigen die Rennen im TV und Internet.

FOLGT UNS AUF YOUTUBE!
Das ist F1-Insider.com


Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


Verwandte Artikel