Formel 1

DTM-Rekordchampion über Vettel: Ferrari liegt falsch

Sebastian Vettel Credit: Ferrari
Sebastian Vettel Credit: Ferrari
Michael Zeitler
Michael Zeitler

DTM-Rekordmeister Bernd Schneider nimmt Sebastian Vettel in Schutz. Die Probleme könnten nicht alleine am Fahrer liegen.

Vor der Saison 2020 kam Sebastian Vettel in seiner gesamten Formel-1-Karriere noch nie auf einem zehnten Platz ins Ziel, beim Portugal-GP aber nun schon zum vierten Mal in diesem Jahr. Mehr war für den Deutschen wieder nicht drin. Dabei fuhr Teamkollege Charles Leclerc auf Rang vier. Was ist los bei Vettel?

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DTM-Rekordmeister Bernd Schneider nimmt den Deutschen im AvD Motorsport Magazin im Gespräch mit F1-Insider.com in Schutz: „Wenn ein viermaliger Weltmeister eine halbe Sekunde langsamer ist als der Teamkollege, liegt es nicht nur am Fahrer“, glaubt er.

Bernd Schneider Credit: Daimler AG
Bernd Schneider Credit: Daimler AG

2020 erwartet Schneider keine Steigerung mehr: „Klar ist das Jahr verloren. Aber es hat sich schon bei den Tests herauskristallisiert, dass es kein einfaches Jahr wird. Ich glaube, Vettel kann gar nicht erwarten, dass das Jahr zu Ende geht. So wie er sich momentan präsentieren kann, wird er nicht zufrieden sein.“

2021 wechselt der Heppenheimer zu Aston Martin – ein guter Schachzug, findet Mister DTM, der von 1988 bis 1990 für Zakspeed und Arrows selbst neun Formel-1-Rennen bestritt: „Es kann auf keinen Fall weiter nach hinten gehen. Er kommt zu einer hochmotivierten Truppe im Aufwind, die noch viel vorhat. Daher glaube ich, dass es der richtige Weg ist, dorthin zu wechseln“, sagt er. Und: „Ich bin davon überzeugt, dass wir noch viel Positives von Vettel sehen werden. Er ist noch jung und hat noch Biss. Er wird noch zeigen wollen, dass man bei Ferrari vielleicht falsch lag.“

Für Bernd Schneider ist Vettel noch immer einer der besten Fahrer im Feld. Sein Wunsch: „Ich würde gerne Max Verstappen, Lewis Hamilton und Sebastian Vettel in einem Team sehen. Erst dann kannst du sagen, wer wirklich der Beste ist.“

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Autor

Michael Zeitler
Michael Zeitler

Nach dem Politikwissenschaftsstudium stellte er fest: Interessant, aber der Motorsport ist dann doch spannender. Als Kind der Schumi-Ära hat Michael Zeitler kaum ein Formel-1-Rennen verpasst und Gefallen auch an anderen Rennserien wie der IndyCar gefunden. Nach ersten journalistischen Erfahrungen, etwa im Regionalfernsehen, kam er im Oktober 2015 als Volontär und schließlich als Redakteur zu AUTO BILD MOTORSPORT. Seit 2020 gehört er zum Team F1-Insider.


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