Formel 1

Sind sich Hamilton und Mercedes im Vertragspoker einig?

Lewis Hamilton Credit: LAT/Mercedes
Lewis Hamilton Credit: LAT/Mercedes

Formel 1: Die Vertragsverlängerung von Lewis Hamilton und Mercedes zieht sich wie Kaugummi. Doch nun gibt es erste Hinweise, dass sich beide Parteien einig sind.

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Sind sich Lewis Hamilton (37) und Mercedes beim Vertragspoker nun doch endlich einig geworden? Kryptische Hinweise in den sozialen Medien sprechen dafür. Indiz Nummer eins: ein Twitter-Post von Mercedes. Das Weltmeisterteam veröffentlichte im Kurznachrichtendienst das Bild eines Kugelschreibers mit dem Kommentar: „Man weiß nie, wann man den braucht.“

Indiz Nummer zwei: ein Hamilton-Post bei Instagram. Dort meldet sich der siebenmalige Weltmeister aus dem Wintertraining in seiner zweiten Heimat Colorado (USA) und verrät hintergründig: „Es ist viel in Bewegung.“

Konkret schreibt der neuerdings zum Sir ernannte Brite: „Hey Welt, ist schon eine Weile her. Ich bin in den Bergen und trainiere jeden Tag, ich bringe Kopf und Körper in Form. Ich bin täglich Wandern mit den Cross-Country-Skiern, einer der drei Berge hier ist wirklich ein Killer, 3400 Meter hoch. Ich liebe Höhentraininig, es ist viel anstrengender als auf Meereshöhe. Allein eine Treppe hochzugehen spürst du auf 2000 Metern deutlich.“

Spektulationen woran es hakt

Und weiter: „Darüber hinaus ist im Hintergrund viel in Bewegung. Da ist sehr Vieles am Laufen, aber im Grunde wollte ich euch nur wissen lassen, dass es mir gut geht, ich bin gesund und mental stark in meiner Blase.“

Zuletzt gab es immer wieder Spekulationen, warum es bei den Vertragsverhandlungen zwischen Mercedes und Daimler hakt. Ex-Formel-1-Teamchef Eddie Jordan hatte via F1-Insider.com kürzlich gewarnt: „Anscheinend sind sich die Parteien nicht einig über die Konditionen“, stellt Jordan fest. „Ich habe nur gehört, dass Lewis mehr will als Mercedes bereit ist zu bezahlen. Da geht es wohl auch um Beteiligungen an den Teameinnahmen und eine einflussreiche Rolle im Mercedes-Konzern. Wenn ich der Boss von Daimler wäre, würde ich ihm die Tür zeigen: Entweder du fährst zu unseren Bedingungen oder du gehst.“

Lewis Hamilton steht neben dem Mercedes AMG Project One. Credit: Mercedes
Lewis Hamilton steht neben dem Mercedes AMG Project One. Credit: Mercedes

Jordan weiter: „Ich würde ihm auch erzählen, was Bernie Ecclestone nach dem Tod von Ayrton Senna gesagt hat: Auch wenn Bernie wie alle geschockt und traurig war, fand er als erster seine Fassung wieder und sagte uns: ,Hört jetzt auf zu jammern: Jeder ist ersetzbar.‘ Das sollte jetzt auch Lewis wissen.“

Hamilton fordert angeblich 40 Millionen

Hamilton fordert angeblich ein Grundgehalt von 40 Millionen Euro (Die Gehälter der Stars – MEHR HIER). Gut möglich, dass der neue Ein-Drittel-Anteilseigner INEOS einen Teil des Mega-Salärs übernimmt.

Wichtig für Hamilton: seine Rolle im Daimler-Konzern. Als Markenbotschafter will er eine entscheidende Rolle spielen bei der Transformation der Stuttgarter hin zur Elektromobilität.  

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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