Formel 1

Power Units: Sechs Fahrern droht Startplatzstrafe

Alex Albon crashed im zweiten Training. Credit: F1 TV
Alex Albon crashed im zweiten Training. Credit: F1 TV
Michael Zeitler
Michael Zeitler

Die Formel-1-Saison 2020 ist eine Mammutsaison. In sieben Wochen standen nun sechs Rennen auf dem Programm. Das geht an die Kraft von Menschen und Maschinen. Betroffen sind auch die Motoren. 

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Zur Erinnerung: Ein Motor wird in sechs Elemente eingeteilt: Verbrenner, Turbolader und die beiden Energierückgewinnungssysteme MGU-H, MGU-K, von denen jeweils drei Elemente pro Jahr und Fahrer erlaubt sind. Dazu kommen Batterien und Steuergeräte, von denen nur zwei Teile pro Jahr und Auto gestattet sind.

Nur drei Fahrer kamen bisher komplett ohne den Wechsel einer Motorkomponente durch die ersten sechs Rennen: Lando Norris (McLaren-Renault), Esteban Ocon (Renault) und Kimi Räikkönen (Alfa Romeo-Ferrari).

Max Verstappen, Credit: Albert Gea/Pool via Getty Images
Max Verstappen, Credit: Albert Gea/Pool via Getty Images

Red Bull und Verstappen müssen zittern

Auf der anderen Seite müssen schon sechs Fahrer zeitnah damit rechnen, dass sie ihr Kontingent überschreiten – und daher eine Startplatzstrafe in Kauf nehmen müssen. Betroffen ist vor allem Honda. Alex Albon ist bereits beim Turbolader, der MGU-H, der Batterie und dem Steuergerät am Limit. Teamkollege Max Verstappen hat zwischen dem Qualifying und dem Rennen beim Spanien-GP einige Teile wechseln müssen – ist dabei aber auf alte Teile zurückgewichen. Trotzdem fährt er bereits mit der zweiten von zwei erlaubten Batterien und Steuergerät. Dasselbe gilt auch für die beiden Alpha-Tauri-Honda-Piloten Pierre Gasly und Daniil Kvyat. 

Kleinere Sorgen gibt es außerdem noch bei den Ferrari-Kundenteams Haas und Alfa Romeo. Kevin Magnussen ist ebenfalls bei Batterie und Steuergerät am Limit, Antonio Giovinazzi beim Steuergerät.

Bald dürfte das Basteln an der Startaufstellung für die Rennkommissare also wieder beginnen… 

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Autor

Michael Zeitler
Michael Zeitler

Nach dem Politikwissenschaftsstudium stellte er fest: Interessant, aber der Motorsport ist dann doch spannender. Als Kind der Schumi-Ära hat Michael Zeitler kaum ein Formel-1-Rennen verpasst und Gefallen auch an anderen Rennserien wie der IndyCar gefunden. Nach ersten journalistischen Erfahrungen, etwa im Regionalfernsehen, kam er im Oktober 2015 als Volontär und schließlich als Redakteur zu AUTO BILD MOTORSPORT. Seit 2020 gehört er zum Team F1-Insider.


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