Formel 1

Teamchef: „Fahrer verdienen zu viel“

Formel 1; Credit: LAT/Mercedes
Formel 1; Credit: LAT/Mercedes
Michael Zeitler
Michael Zeitler

Die Gehaltsdebatte hat auch die Formel 1 erreicht. Die Teamchefs wollen die Fahrergehälter deckeln. Fahrer verdienen zu viel Geld.

Alpha Tauri-Teamchef Franz Tost wurde bei der Pressekonferenz im Vorfeld zum Grand Prix in Imola deutlich: „Die Fahrer verdienen viel zu viel Geld“, sagt der Österreicher.

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Die Gehaltsdebatte hat also auch die Formel 1 erreicht. Es geht aber weniger um Neid auf die Mega-Gagen, sondern um die wirtschaftliche Gesamtsituation – gerade in Zeiten der Corona-Pandemie. „Es sind keine Zuschauer erlaubt, die FOM (Formula One Management; d.Red.) verdient weniger Geld, und die Teams verdienen weniger Geld. Ich sehe keinen Grund, warum die Fahrer nicht auch weniger bekommen sollten“, betont der Österreicher.

Franz Tost; Credit:Red Bull Content Pool
IMOLA, ITALY – OCTOBER 30: Scuderia AlphaTauri Team Principal Franz Tost

Tost schiebt noch hinterher: „Sie sollen froh sein, dass sie diesen Job haben und dabei auch noch ein bisschen Geld verdienen.“

Zu Beginn der Woche haben sich die Teamchefs für einen Gehaltsdeckel der Fahrer ausgesprochen. Demnach darf ein Team ab 2023 nur noch maximal 30 Millionen Dollar für beide Fahrer zusammen ausgeben. Jeder Dollar darüber hinaus soll vom generellen Budgetdeckel von 135 Millionen Dollar abgezogen werden. Hintergrund: Grundsätzlich sind die Fahrergehälter nicht in der Budgetobergrenze inbegriffen.

Das geschätzte Gehalt der Formel-1-Fahrer 2020:
Lewis Hamilton 45 Millionen Euro
Valtteri Bottas 8
Max Verstappen 15
Alex Albon 1,2
Sergio Pérez 3
Lance Stroll 1
Carlos Sainz 3,5
Lando Norris 0,7
Daniel Ricciardo 12
Esteban Ocon 3
Charles Leclerc 9
Sebastian Vettel 40
Pierre Gasly 1,2
Daniil Kvyat 0,5
Kimi Räikkönen 5
Antonio Giovinazzi 0,4
Romain Grosjean 1,5
Kevin Magnussen 1,3
George Russell 0,4
Nicholas Latifi 0,5

https://dev.f1-insider.com/f1/formel-1-news-binotto-verrat-vettel-gefeuert/

Autor

Michael Zeitler
Michael Zeitler

Nach dem Politikwissenschaftsstudium stellte er fest: Interessant, aber der Motorsport ist dann doch spannender. Als Kind der Schumi-Ära hat Michael Zeitler kaum ein Formel-1-Rennen verpasst und Gefallen auch an anderen Rennserien wie der IndyCar gefunden. Nach ersten journalistischen Erfahrungen, etwa im Regionalfernsehen, kam er im Oktober 2015 als Volontär und schließlich als Redakteur zu AUTO BILD MOTORSPORT. Seit 2020 gehört er zum Team F1-Insider.


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