Formel 1

Alonso: Kamikaze gegen Michael Schumacher

Alonso wurde 2005/06 Weltmeister. Credit: Renault
Alonso wurde 2005/06 Weltmeister. Credit: Renault

Fernando Alonso gilt als einer der besten Formel-1-Fahrer aller Zeiten. Er entthronte Michael Schumacher mit seiner Kamikaze-Einstellung.

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Fernando Alonso gilt als einer der besten Formel-1-Fahrer aller Zeiten. Er entthronte Michael Schumacher mit seiner Kamikaze-Einstellung.

Heute ist Fernando Alonso der Elder Statesman der Formel 1. Mit 42 Jahren ist er der Oldie der Königsklasse und neben Max Verstappen und Lewis Hamilton einer von nur drei Weltmeistern im Fahrerfeld.

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Doch auch Alonso war mal jung – und ein Neuling in der Formel 1. 2001 kam er mit Minardi in die Königsklasse. Da dominierte Michael Schumacher gerade mit Ferrari und holte seinen vierten von sieben WM-Titeln. Alonso dagegen sammelte null Punkte und fiel in 17 Rennen acht Mal aus. Trotzdem machte er mit starken Fahrten am Ende des Feldes auf sich aufmerksam – und deutete an, was da noch kommen kann.

Wie er selbst die Zeit erlebt hat, erzählt er jetzt in einem Interview. „Als ich in die Formel 1 gekommen bin, hat Michael den Sport dominiert“, berichtet der Spanier im „High Performance Podcast“. „Aber ich habe nie gedacht, dass ich auf irgendeine Art langsamer bin als er.“

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Fernando Alonso und Michael Schumacher. Credit: F1

An Selbstbewusstsein hat es Alonso also schon damals nicht gefehlt. „Vielleicht war das ein Kamikaze-Ansatz für die Formel 1 und den Anfang meiner Karriere“, räumt er ein. „Aber ich habe nie Zweifel gehabt, dass ich ihn in einem gleichen Auto eines Tages herausfordern kann.“

Eine Herangehensweise, die sich der ehemalige Ferrari- und McLaren-Star stets bewahrt hat. „So ist meine ganze Karriere verlaufen“, verrät Alonso.

Und die war mehr als erfolgreich. Schon 2003 holte er im Renault seinen ersten Sieg, 2005 und 2006 entthronte er Michael Schumacher und holte gegen den Superstar der Szene zwei WM-Titel. Anschließend fuhr er für Top-Teams wie McLaren-Mercedes und Ferrari, gewann insgesamt 32 Grand Prixs. Doch eine weitere Weltmeisterschaft blieb ihm verwehrt.

Aus heutiger Sicht sagt er deshalb: „Ich bereue nichts, auch nicht die zwei verlorenen Titelkämpfe mit Ferrari. Allerdings würde ich meine Zeit in der Formel 1 mehr genießen, wenn ich dieselbe Karriere noch mal durchlaufen könnte. Ich habe kaum eine Erinnerung an die Nachmittage und Nächte nach meinen beiden WM-Titeln. Das ist traurig.“

Ein bisschen weniger Kamikaze hätte also vielleicht doch nicht geschadet…


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Formel 1 Fahrer-Wertung
Stand nach 12 von 22 Rennen

1. Max Verstappen (Niederlande) – Red Bull 314 Pkt.
2. Sergio Perez (Mexiko) – Red Bull 189
3. Fernando Alonso (Spanien) – Aston Martin 149
4. Lewis Hamilton (Großbritannien) – Mercedes 148
5. Charles Leclerc (Monaco) – Ferrari 99
6. George Russell (Großbritannien) – Mercedes 99
7. Carlos Sainz Jr. (Spanien) – Ferrari 92
8. Lando Norris (Großbritannien) – McLaren 69
9. Lance Stroll (Kanada) – Aston Martin 47
10. Esteban Ocon (Frankreich) – Alpine 35

Konstrukteurs-Wertung
Stand nach 12 von 22 Rennen

1. Red Bull 503 Pkt.
2. Mercedes 247
3. Aston Martin 196
4. Ferrari 191
5. McLaren 103
6. Alpine 57
7. Williams 11
8. Haas 11
9. Alfa Romeo 9
10. Alpha Tauri 3


Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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