Formel 1

Alonso ätzt gegen Vettel: „Kein Erlöser“

Ist Sebastian Vettel bei Ferrari gescheitert?; Credit: Ferrari
Ist Sebastian Vettel bei Ferrari gescheitert?; Credit: Ferrari

Fernando Alonso schießt gegen Sebastian Vettel: Der Deutsche sei nicht der Erlöser für Ferrari gewesen, Charles Leclerc mit mehr Potenzial.

Michael Zeitler
Michael Zeitler

Kaum ist Fernando Alonso mit Renault zurück in der Formel 1, polarisiert der inzwischen 39-Jährige wieder: Seine erste Amtshandlung in den Medien: Er schießt er gegen Sebastian Vettel. 

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Im Interview mit dem italienischen Radiosender „RAI Sports“ erklärt er: „Nach fünf Jahren wurde klar, dass Vettel nicht der Erlöser für Ferrari ist, dass Leclerc mehr Potenzial hat.“ Daher entschied sich Ferrari zur Trennung. Anstelle von Vettel fährt 2021 Carlos Sainz für Ferrari. 

Alonso scheiterte bei Ferrari selbst

Um die Aussagen des Spaniers einzuordnen: Auch der Renault-Pilot hat bei Ferrari die Trendwende nicht geschafft. Von 2010 bis 2014 war er fünf Jahre lang für Ferrari unterwegs, wurde mit den Roten zwar – wie Vettel – zwei Mal Vize-, aber nie Weltmeister. Alonso und Ferrari trennten sich Ende 2014, obwohl eigentlich noch ein Vertrag zwischen beiden Parteien für 2015 bestand. Doch Ferrari und Alonso, der in den Teams oftmals auch politisch agiert, haben sich überworfen. Als Vettel kam, wurde er für viele Ferrari-Fans und auch vom Team selbst als Heilsbringer gesehen. Doch auch er konnte die Scuderia Ferrari nicht zurück auf die Titelstraße führen.

Carlos Sainz Credit: Ferrari
Carlos Sainz ist Nachfolger von Sebastian Vettel bei Ferrari; Credit: Ferrari

Inzwischen ist die WM-lose Ferrari-Serie rekordverdächtig. Seit Kimi Räikkönen 2007 Weltmeister war, wartet Ferrari auf den nächsten Titel – also seit 14 Jahren! Die bisher längste Serie zwischen zwei Fahrertiteln verstrichen für Ferrari zwischen 1979 (Jody Scheckter) und Michael Schumacher (2000).

Binotto schreibt 2021 schon ab 

Doch die aktuelle Durststrecke wird sobald nicht enden. Vor der Saison 2021 stapelt Teamchef Mattia Binotto jedenfalls schon mal wieder tief: „Um ehrlich zu sein, die Lücke zum besten Team ist sehr groß und wir werden sie in der nächsten Saison nicht schließen“, erklärt er gegenüber „GPFans“.

Er sagt aber auch: „Man weiß nie, was während einer Saison und während eines Rennens passiert. Wenn es eine Möglichkeit gibt, werden wir sie hoffentlich ergreifen. Ich habe keine Glaskugel. Lasst es uns abwarten und schauen.“ 

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Autor

Michael Zeitler
Michael Zeitler

Nach dem Politikwissenschaftsstudium stellte er fest: Interessant, aber der Motorsport ist dann doch spannender. Als Kind der Schumi-Ära hat Michael Zeitler kaum ein Formel-1-Rennen verpasst und Gefallen auch an anderen Rennserien wie der IndyCar gefunden. Nach ersten journalistischen Erfahrungen, etwa im Regionalfernsehen, kam er im Oktober 2015 als Volontär und schließlich als Redakteur zu AUTO BILD MOTORSPORT. Seit 2020 gehört er zum Team F1-Insider.


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