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Nach Shitstorm im Netz: Jetzt spricht Antonelli

Formel 1 Andrea Kimi Antonelli Mercedes Katar 2025
Kimi Antonelli. Credit: Mercedes
Alex Warneke
Alex Warneke

Antonelli bricht sein Schweigen nach dem Katar-Shitstorm: Der Mercedes-Rookie wehrt Vorwürfe entschieden ab und erhält Rückendeckung von Verstappen.

Andrea Kimi Antonelli hat genug. Erstmals äußert sich der Mercedes-Youngster ausführlich zu der Hetze, die nach dem Großen Preis von Katar über ihn hereingebrochen ist und zieht klare Grenzen: „Ich würde so etwas nie tun.“

Nach dem Rennen hagelte es in den sozialen Medien Vorwürfe: Antonelli habe absichtlich Platz für Lando Norris gemacht, um im WM-Kampf einzugreifen. Der 19-Jährige reagiert darauf nun deutlich: „Es war nicht leicht, nach dem Rennen all diese Kommentare zu lesen – vor allem, weil es um etwas ging, das ich niemals tun würde. Ich würde nie einem Konkurrenten absichtlich Platz machen.“

Der Teamkollege von George Russell erklärt, was im entscheidenden Moment wirklich passiert ist. „Ich kämpfte um Platz drei, habe alles gegeben, um ins DRS von Sainz zu kommen. Nach so vielen Runden in heißer, schmutziger Luft waren die Reifen am Ende. Ich bin jede Runde näher ans Limit und dann war es einfach zu viel. Ich habe einen Fehler gemacht und Lando war vorbei.“ Ein simpler Fahrfehler, kein taktisches Geschenk.

Formel 1 Andrea Kimi Antonelli Mercedes Katar 2025
Andrea Kimi Antonelli. Credit: Clive Mason/Getty Images/Pirelli

Unterstützung aus dem Paddock

Auf seinem Instagram-Account nahm er zwischenzeitlich sein Profilbild raus, setzte mit einem pechschwarzen Foto ein nonverbales Statement. Die Unterstellungen trafen Antonelli emotional hart: „Das hat wehgetan. Man fühlt sich ungerecht behandelt.“ Erst die Rückendeckung im Fahrerlager habe ihn wieder stabilisiert. „Es war gut zu sehen, wie die Rennleitung klargestellt hat, dass ich niemanden vorbeiwinken wollte.“

Besonders zwei Männer standen sofort hinter ihm: Renningenieur Gianpiero Lambiase und Max Verstappen. „GP kam zu mir und hat mit mir gesprochen. Und ich habe auch mit Max alles geklärt, das hat geholfen.“ Der viermalige Weltmeister nahm den Rookie sogar aktiv vor den Internet-Rüpeln in Schutz. Antonelli: „Ich kann nicht alles wiedergeben, weil ein paar Schimpfwörter dabei waren. Aber im Grunde meinte er: Mach dir keinen Kopf. Die Leute sind hirnlos. Konzentrier dich auf deinen Job.“

Unter anderem haben sich auch die FIA und Mercedes nach den üblen „Fan“-Botschaften mit einem Statement gegen den Hass positioniert.

Formel 1 Max Verstappen Red Bull Katar 2025
Max Verstappen. Credit: Getty Images / Red Bull Content Pool

Social Media? Nur mit Vorsicht

Ganz auf die Online-Welt verzichten will Antonelli trotzdem nicht: „Der Austausch mit den Fans ist wichtig.“ Aber: Am Rennwochenende hält er Abstand, um fokussiert zu bleiben. „Nach dem Rennen bekam ich viele Nachrichten von Freunden, die mich warnten, was los war. Am Anfang wusste ich gar nichts davon, danach habe ich es gesehen. Und ja, ich war geschockt.“

Heute blickt er wieder nach vorne, dank der Unterstützung derer, die wirklich zählen. „Die vielen positiven Nachrichten haben mir geholfen, das hinter mir zu lassen und mich auf Abu Dhabi zu konzentrieren.“

Die Botschaft des Mercedes-Talents ist unmissverständlich: Fehler passieren. Absicht nicht. Und wer ihn künftig angreifen will, bekommt es nicht nur mit ihm zu tun, sondern auch mit Max Verstappen…

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Autor

Alex Warneke
Alex Warneke

Alex ist unser Hybrid im Redaktionsteam. Als Rennspiel-Experte versorgt er die F1 Insider Leser mit Texten aus der SimRacing-Welt. Zudem ist Alex als Videocreator im F1-Insider-Team aktiv. Interviews und spannende Themen aus der Formel 1 bereitet er für unseren YouTube Kanal auf.


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