Formel 1

Aston-Martin-Beben: Teamchef vor dem Aus! Kommt ein Deutscher?

Formel 1 Andy Cowell Aston Martin 2025
Andy Cowell. Credit: Zak Mauger/LAT Images/Aston Martin

Bei Aston Martin brodelt es heftig: Teamchef Andy Cowell steht vor dem Aus – und auf der Liste möglicher Nachfolger steht auch Andreas Seidl.

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Bei Aston Martin brodelt es heftig: Teamchef Andy Cowell steht vor dem Aus – und auf der Liste möglicher Nachfolger steht auch Andreas Seidl.

Personalrochade bei Aston Martin? Die Tage von Teamchef und Geschäftsführer Andy Cowell sollen schon wieder gezählt sein – das berichten mehrere britische Medien übereinstimmend und das bestätigen auch Recherchen von F1-Insider.com. 

Auslöser ist demnach ein Kompetenzgerangel zwischen Star-Designer Adrian Newey und seinem britischen Landsmann, der das Team eigentlich auf die nächste Stufe heben sollte. Jetzt deutet vieles darauf hin, dass sich Aston Martin schon wieder von Cowell trennt.

Aston Martin: Cowells Zerwürfnis mit Newey, Liste voller Top-Namen

Der ehemalige Mercedes-Motorenchef kam mit großen Vorschusslorbeeren erst vor wenigen Monaten zu Aston Martin. Doch Meinungsverschiedenheiten und ein angeblicher Machtkampf mit Newey sollen seine Position unhaltbar gemacht haben.

Formel 1 Christian Horner Red Bull 2025
Christian Horner. Credit: Getty Images / Red Bull Content Pool

Brisant: Unter den möglichen Nachfolgern taucht ein Name auf, der die Formel 1 in den letzten zwei Jahren in Atem gehalten hat: Christian Horner. Der frühere Red-Bull-Teamchef wurde im Sommer 2025 entlassen, soll sich inzwischen aber mit Newey versöhnt haben. Eine Reunion bei Aston Martin wäre ein Paukenschlag – und gleichzeitig ein Risiko. Denn genau die Horner-Newey-Dynamik hatte zuvor Red Bull gespalten.

Horners Vorteil: Er wäre sofort verfügbar. Und er will unbedingt in die Formel 1 zurück.

Seidl, Binotto, Whitmarsh – die weiteren Kandidaten

Allein: Horner steht offenbar nicht ganz oben auf der Wunschliste von Teambesitzer Lawrence Stroll. Besonders heiß gehandelt wird Andreas Seidl. Der ehemalige McLaren-Teamchef nimmt derzeit eine Auszeit vom Motorsport, war bis Anfang 2024 aber maßgeblich an der Sauber-Audi-Umstrukturierung beteiligt. Nicht wenige im Fahrerlager sehen Seidl als strategischen Architekten des aktuellen McLaren-Aufschwungs.

Andreas Seidl, Audi, Credit: Audi
Andreas Seidl, Credit: Audi

Auch Mattia Binotto, 2023 bei Ferrari gegangen worden und inzwischen Formel-1-Projektleiter bei Audiv, soll ein Thema sein. Ob er angesichts seiner aktuellen Rolle verfügbar ist, ist zu bezweifeln. Einziger sicherer Nicht-Kandidat: Martin Whitmarsh. Der frühere Aston-Martin-Geschäftsführer hat laut BBC bereits abgesagt.

Aston Martin schweigt 

Offiziell hüllt sich der Rennstall in Schweigen. Ein Statement klingt eher nach Bestätigung als nach Dementi:

„Wir kommentieren keine Gerüchte oder Spekulationen. Der Fokus liegt darauf, die Performance in den verbleibenden Rennen zu maximieren und uns auf 2026 vorzubereiten.“

Zwischen den Zeilen heißt das: Bei Aston Martin stehen große Veränderungen bevor. Cowell scheint nicht mehr Teil dieser Zukunft zu sein. Und Stroll sucht ganz offensichtlich nach einem Teamchef, der Neweys Vision tragen kann – ohne erneut in einen Machtkampf zu geraten.

Der Poker um eine der begehrtesten Teamchef-Stellen der Formel 1 hat begonnen.

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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