Formel 1

Audi zeigt Präsentation des neuen Formel-1-Autos im Livestream

Formel 1 Audi Revolut F1 Team
Audi Revolut F1 Team. Credit: Audi

Heute zeigt Audi sein erstes Formel-1-Auto im Kraftwerk Berlin live im Internet. Vor dem Hersteller liegt eine Mammutaufgabe.

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Heute zeigt Audi sein erstes Formel-1-Auto im Kraftwerk Berlin live im Internet. Vor dem Hersteller liegt eine Mammutaufgabe.

Jetzt wird es ernst für Audi. Am Dienstag stellt der deutsche Automobilhersteller in Berlin erstmals den Look seines eigenen Formel-1-Autos vor. Es ist der sichtbare Startschuss für Audis großes Abenteuer in der Königsklasse – mit einem Ziel, das es in sich hat: Ab 2030 wollen die vier Ringe um die Weltmeisterschaft kämpfen. Ein ehrgeiziger Zeitplan, der ab jetzt Vollgas verlangt.

Die Präsentation des ersten echten Formel-1-Audis im Kraftwerk Berlin zeigt der Autobauer ab 19 Uhr live im Internet unter https://www.audif1.com/de.

Der offizielle Launch folgt der inoffiziellen Jungfernfahrt. Schon Anfang Januar setzte Audi ein erstes Ausrufezeichen. Bereits am 9. Januar fuhr Rennwagen in schwarzer Tarnlackierung über den Circuit de Barcelona-Catalunya. Kein anderes Team rollte früher los – und es war ein historischer Moment: Zum ersten Mal bewegte sich ein Formel-1-Auto mit den vier Ringen überhaupt auf einer Rennstrecke.

Sauber wird Audi – ein Kraftakt

Für den Einstieg in die Königsklasse hat Audi wie einst BMW das Schweizer Sauber-Team übernommen. Ein Rennstall mit Tradition, der zuletzt sportlich aber nur selten mithalten konnte. Seit über einem Jahrzehnt gehört Sauber meist zum hinteren Teil des Feldes. Aus genau diesem Team soll nun Schritt für Schritt ein WM-Kandidat werden. Personell, infrastrukturell und technisch ist das ein Mammutprojekt.

Formel 1 Audi 2026
Credit: Audi

Besonders anspruchsvoll: Audi entwickelt seine Power Unit (1,6-Liter-V6-Turbo plus Elektromotor, der fast 50 % der Energie beisteuert) in Neuburg an der Donau komplett selbst. Während Mercedes, Ferrari oder Honda auf jahrzehntelange Erfahrung zurückgreifen, startet Audi bei null. „Wir haben jede Menge Simulationen – aber keine Rückmeldung von der Strecke, null“, sagte Technikchef Stefan Dreyer noch im Herbst.

Hülkenberg und Bortoleto im Cockpit

Die ersten echten Antworten soll es schon bald geben. Vom 26. bis 30. Januar testet die Formel 1 erneut in Barcelona, anschließend folgen zwei Testblöcke in Bahrain. Audi will möglichst früh möglichst viele Kilometer sammeln – und Fehler vermeiden. „Wir brauchen eine steile Lernkurve“, sagt Dreyer. Audi selbst formuliert den Plan in drei Stufen: Challenger, Competitor, Champion.

Beim Renndebüt am 8. März in Australien sitzen Nico Hülkenberg und Gabriel Bortoleto im Cockpit. Erfahrung trifft Talent – auch das passt zur langfristigen Ausrichtung. Audi-CEO Gernot Döllner lässt keinen Zweifel am Anspruch: „Wir wollen ab 2030 um die Weltmeisterschaft kämpfen.“

FOLGT UNS AUF YOUTUBE!
DAS IST F1-Insider.com!


Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


Verwandte Artikel