Gabriel Bortoleto schwärmt nach dem Podium von seinem Teamkollegen Nico Hülkenberg
Silverstone war für Sauber ein Rennen der Extreme: Während Nico Hülkenberg nach einer sensationellen Aufholjagd seinen ersten Podestplatz in der Formel 1 feiern durfte, musste sein junger Teamkollege Gabriel Bortoleto nach einem Dreher früh aufgeben.
Der Rookie zeigte dennoch Größe – und überschüttete seinen Stallgefährten anschließend mit Lob.
Bortoleto mit zu viel Risiko
Der 20-jährige Brasilianer, der beim Rennen in Österreich zuletzt seine ersten WM-Punkte holte, startete in Silverstone mit viel Zuversicht ins Wochenende. Von Startplatz 16 aus schien ein weiteres Top-10-Ergebnis in Reichweite. Doch eine riskante Reifenstrategie wurde ihm zum Verhängnis: Nach der Aufwärmrunde wechselte Bortoleto von Intermediates auf Slicks – in der Hoffnung, dass die Strecke schneller abtrocknet.

„Leider blieb der Asphalt länger feucht als erwartet, und ich hatte enorme Mühe, das Auto auf der Strecke zu halten“, gestand der Rookie später.
Bereits nach wenigen Runden war das Rennen für ihn vorbei: In der ersten Kurve verlor er die Kontrolle über seinen Sauber, schlug an und musste den beschädigten Wagen abstellen. Enttäuscht verfolgte er den Rest des Rennens an der Boxenmauer – und wurde Zeuge, wie Teamkollege Hülkenberg von der letzten Reihe bis aufs Podium vorfuhr.
„Gratulation an Nico! Es bedeutet mir wirklich viel, dass ich dabei sein durfte, als er nach so vielen Jahren endlich sein Podium geholt hat“, schwärmte Bortoleto. „Er ist der beste Teamkollege, den ich mir vorstellen kann – als Fahrer und als Mensch. Er hat diesen Erfolg absolut verdient, und ich freue mich von Herzen für ihn.“
Bortoleto gratulierte Hülkenberg am Funk

Schon am Funk meldete sich Bortoleto nach dem Zieleinlauf: „Hallo Nico, hier ist Gabi. Mann, du kannst dir nicht vorstellen, wie sehr ich mich für dich freue. Du bist eine verdammte Legende! Absolut verrückt, was du heute geleistet hast.“
Für Bortoleto selbst endete das Wochenende mit Frust: „Ich bin immer sehr hart zu mir selbst. Ich weiß, dass ich das Team heute enttäuscht habe, weil wir eigentlich das Potenzial für ein besseres Ergebnis hatten“, sagte er selbstkritisch. „Aber solche Fehler gehören zum Lernprozess. Jetzt feiern wir erst mal Nico – und dann nutze ich die Rennpause, um hart zu arbeiten und mich weiter zu verbessern.“
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