Formel 1

Cadillac-Chef warnt Schumacher: „Dafür ist unser Team nicht da“

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Mick Schumacher. Credit: DPPI / WEC

Mick Schumacher als Kandidat bei Cadillac – doch Teamchef Lowdon stellt klar: Fahrer müssen Teamplayer sein

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mick Schumacher als Kandidat bei Cadillac – doch Teamchef Lowdon stellt klar: Fahrer müssen Teamplayer sein.

Mick Schumacher steht weiter auf der Kandidatenliste für ein Cockpit beim neuen Formel-1-Team Cadillac – doch Teamchef Graeme Lowdon hat für den Deutschen und all seine Rivalen im Kampf um die zwei freien Sitze im US-Team eine deutliche Ansage parat.

Im „High Performance Podcast“ macht der Brite klar, welche Eigenschaft er bei seinen Fahrern NICHT sehen will.

„Unser Team ist nicht dafür da, dass jemand etwas beweist“, erklärt Lowdon auf die Frage, ob Mick Schumacher oder auch der ebenfalls gehandelte Valtteri Bottas mit Cadillac eine Art Abrechnung mit der Formel 1 planen.

„Ich glaube, die beiden haben schon eine Menge bewiesen. Natürlich will jeder immer noch etwas zeigen. Aber das sehe ich nicht als größten Faktor“, sagt der Cadillac-Boss.

Mick Schumacher zu Cadillac? Teamgeist gewünscht

Stattdessen wünscht sich Lowdon Piloten, die vor allem Teamgeist mitbringen: „Der Fahrer, der am Ende ausgewählt wird, muss das Beste für sein Team geben und die Motivation haben, auch den Staff mitzuziehen.“

Formel 1 Cadillac Teamchef Graeme Lowdon
Graeme Lowdon. Credit: Cadillac

Neben Mick Schumacher nennt Lowdon viele weitere Kandidaten, die auf seiner Liste stehen. „Jedem Namen, der jetzt hier genannt werden könnte, könnte ich zustimmen. Jeder will dieses Cockpit“, so der Brite. Doch Schumacher bringt mit seinen zwei Jahren Formel-1-Erfahrung bei Haas und seiner Rolle als Test- und Ersatzfahrer bei Mercedes sowie seinem WEC-Job bei Alpine durchaus Argumente mit.

Ausgerechnet Ex-Haas-Teamchef Günther Steiner – derjenige also, der Schumi jr. einst gefeuert hat – sieht den Deutschen bei RTL weit vorne im Kandidatenfeld: „Cadillac braucht einen Fahrer mit Erfahrung in der Formel 1 – und es gibt derzeit nicht viele, die keinen Job haben, aber schon mal Formel 1 gefahren sind.“

Formel 1 Mick Schumacher Mercedes
Mick Schumacher. Credit: Mercedes

Mick sei ein „harter Arbeiter, sehr netter Mensch“ und habe vor allem bei Mercedes gelernt, wie ein erfolgreiches Team tickt. „Dieses Wissen könnte Cadillac helfen“, betonte Steiner, der damit indirekt auch klar macht: Schumacher ist keiner, der nur Formel 1 fährt, um eine Rechnung zu begleichen.

Vier Favoriten für Cadillac-Cockpit

Neben Mick Schumacher sieht Steiner noch drei weitere Top-Kandidaten: Sergio Pérez, Valtteri Bottas und Zhou Guanyu. Alle vier seien erfahren und könnten das neue Team nach vorn bringen.

Fest steht: Cadillac sucht keine Fahrer, die nur mit der Vergangenheit abrechnen wollen. Mick Schumacher muss die Bosse mit Teamgeist, Erfahrung und Motivation überzeugen. Unmöglich ist das nicht.

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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