Formel 1

Ecclestones ultimatives No-Go für Max Verstappen

Formel 1 Bernie Ecclestone
Bernie Ecclestone. Credit: GEPA pictures / Red Bull Content Pool

Formel-1-Ikone Bernie Ecclestone teilt aus: Ferrari hat die falschen Leute, Lewis Hamilton soll die Handschuhe an den Nagel hängen und Max Verstappen darf niemals in Rot fahren.

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Formel-1-Ikone Bernie Ecclestone teilt aus: Ferrari hat die falschen Leute, Lewis Hamilton soll die Handschuhe an den Nagel hängen und Max Verstappen darf niemals in Rot fahren.

Formel-1-Altmeister Bernie Ecclestone (94) sorgt mal wieder für Schlagzeilen. Im exklusiven Interview mit sport.de nimmt der Brite kein Blatt vor den Mund: Lewis Hamilton müsse nach dieser Saison zurücktreten und Max Verstappen solle ja nicht den Fehler machen, nach Maranello zu wechseln.

Aber der Reihe nach. Zunächst bekommt Lewis Hamilton sein Fett weg. Der siebenmalige Weltmeister habe in der Formel 1 „großartige Arbeit geleistet“, stellt Ecclestone klar: „Er hat die Formel 1 noch weiter vorangebracht mit seiner Art und seinen Leistungen.“ Aber für den 40-Jährigen sei nach der Saison die Zeit gekommen, „die Handschuhe abzulegen, stolz auf das Erreichte zu sein und zurückzutreten.“

Ecclestone rät Hamilton: „Handschuhe ablegen“

Formel 1 Lewis Hamilton Ferrari Australien 2025
Lewis Hamilton. Credit: Ferrari

Ecclestones Begründung: „Du wirst müde, und längst ist die Formel 1 nicht mehr das Einzige in seinem Leben. Ich denke, dass er seinen Fokus verloren hat. Zwanzig Jahre sind eine lange Zeit und wir haben jetzt viele junge Fahrer in der Formel 1.“

Der ehemalige Chefvermarkter warnt Hamilton deshalb: „Es besteht auch die Gefahr, dass – wenn er ein weiteres Jahr oder anderthalb Jahre weiter macht und bis dahin nicht besser geworden ist –, die Menschen ihn und seine Leistungen vergessen.“

Den nötigen Respekt vor Hamiltons Leistungen jedenfalls scheint vor allem Ecclestone bereits verloren zu haben: „Das Peinlichste ist meiner Meinung nach für Lewis und Ferrari“, ätzt er weiter, „dass sie glaubten, er würde all die Dinge leisten können, die notwendig sind. Sie müssten enttäuscht sein, dass nicht geliefert wurde, was geliefert werden sollte.“

Verstappen darf nicht nach Maranello

Formel 1 Max Verstappen Red Bull Barcelona 2025
Max Verstappen. Credit: Getty Images / Red Bull Content Pool

Ebenso deutlich wird Ecclestone bei Max Verstappen: „Wenn er zu Ferrari geht, wäre das sein Karriereende. Hoffen wir, dass das nicht passiert“, konstatiert der Brite. Sorgen um seine Zukunft müsse sich der Niederländer ohnehin nicht machen, auch nicht bei einem möglichen Red-Bull-Abschied: „Er kann ein gutes Team immer in ein Sieger-Team verwandeln“, lobt der Ex-Boss.

Wen er stattdessen im roten Auto sehen will? „Man muss einen aufstrebenden Fahrer wählen. Ich würde den Brasilianer Bortoleto nehmen, der meiner Meinung nach sehr gut werden wird, oder Isack Hadjar. Bortoleto erledigt die Arbeit. Setz ihn ins richtige Auto und du wirst sehen.“

Lob für Piastri und McLaren

Formel 1 Oscar Piastri McLaren Ungarn 2025
Oscar Piastri. Credit: Sam Bagnall/Sutton Images/McLaren

Auch WM-Leader Oscar Piastri hebt Ecclestone positiv hervor: „Er erledigt den Job. Wenn er Fehler macht, weiß er, dass er sie gemacht hat und gibt nicht anderen die Schuld oder kommt mit Ausreden daher. Er stellt sicher, dass er die Fehler nicht wiederholt. Er ist nach Max Verstappen der beste Fahrer.“

Die Aussagen zeigen: Auch mit 94 Jahren bleibt Ecclestone unbequem. Hamilton soll Schluss machen und Verstappen darf unter keinen Umständen nach Maranello wechseln. Der einstige F1-Macher meldet die Formel 1 mit einem verbalen Paukenschlag aus der Sommerpause zurück.

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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