Ex-Teamchef Jost Capito stellt klar: Fans wollen echte Sieger sehen, keine künstlichen Formate. Nur so bleibt die Formel 1 purer Motorsport.
Ex-Williams-Teamchef und Motorsport-Urgestein Jost Capito hat sich im Gespräch mit Sky zu den Diskussionen um mehr Sprintrennen oder gar Reverse-Grid-Formate in der Formel 1 geäußert und dabei klare Worte gefunden.
Reverse Grid in der Formel 1?
Capito: „Ich glaube, der Sport ist in einer sehr guten Position. Und man muss vorsichtig sein mit Weiterentwicklungen.“ Vor allem die Formel 1 habe ihren besonderen Reiz, weil sie im Gegensatz zu vielen anderen Rennserien ohne künstliche Eingriffe auskomme. „Es ist wirklich eine der letzten Motorsportarten, wo es keine Balance of Performance gibt, sondern wo der Beste gewinnt und nicht der Beste eingebremst wird. Das ist für mich immer noch der pure Motorsport. Und der muss auch in der F1 erhalten bleiben.“

Trotzdem kann sich Capito neue Ansätze zumindest punktuell vorstellen, etwa in Sprintrennen. „Da kann man über einen Reverse-Grid vielleicht mal sprechen. Ob es ein kompletter Reverse-Grid ist, muss man sich überlegen.“
„Die Fans wollen die Besten gewinnen sehen“
Für Capito ist entscheidend, dass die DNA der Formel 1 nicht verwässert wird: „Wenn der Schnellste jedes Rennen gewinnt, dann gewinnt er eben jedes Rennen. Dann ist das auch so. Und ich glaube, das wollen die Fans auch. Die Fans wollen die Besten gewinnen sehen und nicht irgendetwas Künstliches, das jeder mal gewinnen kann. Nur aus Marketinggründen.“
Sein Fazit fällt entsprechend eindeutig aus: Die F1 dürfe nicht den Fehler machen, den sportlichen Kern für Show-Effekte zu opfern. „Ich glaube, der Sport muss erhalten bleiben. Und das ist das Wichtigste. Und deswegen hat die Formel 1 so viele Fans.“
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