Christian Horner ist weg, das Team wankt – und Max Verstappen? Gerhard Berger sieht die Prioritäten bei Red Bull woanders als beim WM-Kampf.
Die Entlassung von Christian Horner nach 20 Jahren an der Spitze von Red Bull Racing hat nicht nur die Formel 1 überrascht. Auch innerhalb des Teams herrscht Unruhe – schließlich war der Brite trotz aller internen Machtkämpfe das Gesicht der Erfolgsgeschichte. Was bedeutet sein Aus für die Zukunft von Superstar Max Verstappen?
Ex-Formel-1-Pilot Gerhard Berger hat dazu eine klare Meinung. Im Gespräch mit der Kronen Zeitung gibt der Österreicher Red Bull überraschend deutliche Ratschläge, um den niederländischen Weltmeister bei Laune zu halten.
Verstappen loyal – aber nicht um jeden Preis
Immer wieder rankten sich in den vergangenen Wochen Gerüchte um einen möglichen Wechsel Verstappens, vor allem nachdem seine Yacht zufällig in Sardinien neben der von Mercedes-Boss Toto Wolff gesichtet wurde.
Berger winkt ab: „Das war Zufall. Max hat immer betont, dass er Red Bull treu bleiben will – und ich denke, das wird er auch nach Horners Rauswurf tun.“

Zugleich glaubt der Tiroler aber auch, dass Horner für Verstappen nie ein enger Vertrauter war: „Das Verhältnis zwischen den Verstappens und Horner war bekanntlich nicht das beste. Sein Abgang könnte für Max sogar ein entscheidender Faktor für seinen Verbleib sein.“
Red Bull in der Krise: „Runter vom Gas!“
Dass Horner offenbar selbst von der Härte der Entscheidung überrascht war, wundert Berger nicht: „Man konnte sehen, dass es in diese Richtung geht. Wenn Horner das nicht erkannt hat, ist das kein gutes Zeichen.“
Umso wichtiger sei es jetzt, dass Red Bull keine falschen Schwerpunkte setzt. Berger mahnt: „Der Fokus darf jetzt nicht darauf liegen, sofort wieder die WM zu gewinnen. Das Wichtigste ist, das Team zu stabilisieren und Verstappen wieder richtig zu integrieren. Red Bull steckt klar in einer Abwärtsspirale – es geht jetzt ums effektive Wiederaufbauen.“
Klar ist: Mit dem neuen Chef Laurent Mekies beginnt bei Red Bull eine neue Ära. Ob Verstappen und Red Bull sie gemeinsam gestalten, hängt laut Berger davon ab, wie gut es dem Team gelingt, sich nach dem Machtkampf wieder zu sortieren.
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