Formel 1

Ausgerechnet dieser Fahrer ist gegen eine McLaren-Teamorder

Formel 1 George Russell Mercedes Singapur 2025
George Russell. Credit: Jiri Krenek/Mercedes
Alex Warneke
Alex Warneke

George Russell stellt sich gegen eine McLaren-Teamorder und lässt seinen Landsmann Norris im WM-Finale damit verbal hängen.

Die Ausgangslage vor dem WM-Finale in Abu Dhabi ist hochbrisant: Lando Norris führt die Fahrerwertung mit zwölf Punkten Vorsprung auf Max Verstappen, weitere vier Punkte dahinter lauert Oscar Piastri. Damit haben beide McLaren-Piloten Titelchancen, wenngleich jene von Piastri sehr gering sind, und genau das sorgt für Diskussionen rund um mögliche Teamorder.

Und ausgerechnet ein Landsmann von Norris stellt sich jetzt öffentlich gegen eine Stallregie zugunsten des WM-Führenden: George Russell. Der Mercedes-Pilot findet klare Worte: „Ich finde es nicht akzeptabel oder vernünftig, einen Fahrer, der noch eine Chance auf die Meisterschaft hat, darum zu bitten, Platz für seinen Teamkollegen zu machen. Für mich wäre das überhaupt nicht fair“, lautet Russells Botschaft an McLaren.

Formel 1 Lando Norris Oscar Piastri McLaren Katar 2025
Lando Norris und Oscar Piastri. Credit: Andrew Ferraro/LAT Images/McLaren

Was steckt hinter Russells McLaren-Aussage?

„Beide müssen die Chance bekommen, und wenn sie am Ende beide deswegen verlieren, dann sagt man einfach: Der andere (Max Verstappen, Anm. d. Red.) hat den besseren Job gemacht und das war’s.“ Die Aussage ist nicht nur sportlich diskutabel, sondern sorgt auch für Schmunzeln.

Ein Schelm könnte behaupten: Vielleicht möchte Russell nach der Hamilton-Ära einfach nicht, dass nun ein anderer Brite vor ihm Weltmeister wird. Landsmännische Unterstützung ist bei dieser Aussage in jedem Fall nicht rauszuhören. Ganz anders war das beispielsweise 2012, als Michael Schumacher Sebastian Vettel im Titelkrimi von Brasilien vorbeiwinkte.

Formel 1 Lando Norris und George Russell Las Vegas 2025
Lando Norris und George Russell. Credit: Zak Mauger/LAT Images/McLaren

Russell-Norris-Zwist in Katar

Fakt ist: Russell und Norris sind nicht gerade beste Freunde. Erst beim Katar-Grand-Prix sorgte ein kurioser Zoff für Stirnrunzeln. Im Qualifying sprach sich kurzzeitig das Gerücht herum, Norris habe Russell für seinen verpassten Pole-Versuch verantwortlich gemacht. Russell stellte ihn deshalb im Media-Pen zur Rede. Norris’ fassungslose Antwort: „Wer sagt das? Hör nicht auf so einen Bullshit.“ Russell darauf – halb verunsichert, halb lachend: „Es klang nach etwas, das du sagen würdest.“

Am Ende löste sich alles als Missverständnis in Luft auf, doch die Szene zeigte: Die Chemie zwischen beiden ist nicht die harmonischste.

Während McLaren intern abwägt, ob und wann eine Teamorder im Rennen nötig sein könnte, gießt Russell also munter Öl ins Feuer. In Abu Dhabi geht es um alles und vielleicht auch darum, wie weit Loyalität im Fahrerfeld wirklich reicht. Für Norris gilt deshalb mehr denn je: Auf Unterstützung von Russell-Seiten sollte er nicht hoffen…

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Autor

Alex Warneke
Alex Warneke

Alex ist unser Hybrid im Redaktionsteam. Als Rennspiel-Experte versorgt er die F1 Insider Leser mit Texten aus der SimRacing-Welt. Zudem ist Alex als Videocreator im F1-Insider-Team aktiv. Interviews und spannende Themen aus der Formel 1 bereitet er für unseren YouTube Kanal auf.


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