Rotes Drama in Texas: Ferrari erlebt beim Sprint-Qualifying in Austin ein Debakel. Lewis Hamilton und Charles Leclerc wirken ratlos – und klingen so niedergeschlagen wie lange nicht mehr.
Was für ein Unterschied zu 2024: Während Ferrari im Vorjahr auf dem Circuit of the Americas noch siegte, herrscht diesmal Frust pur. Charles Leclerc startet in den Sprint nur von Platz zehn, Lewis Hamilton schafft es mit Mühe auf Rang acht. Der neue Sauber von Nico Hülkenberg steht dagegen sensationell auf Platz vier – und fährt den roten Boliden damit um die Ohren.
„Heute war ein richtig schlechter Tag“, gesteht Leclerc nach der Session. Noch am Donnerstag hatte der Monegasse betont, die Saison würde ihn „nicht deprimieren“. Doch das Sprint-Qualifying zeigt: Der Ferrari SF-25 ist alles andere als konkurrenzfähig. Schon im Training hatte ein Getriebeproblem Leclerc ausgebremst, in der Quali kam der Frust endgültig durch.
Ferrari-Star Hamilton: „Das Auto ist uns entglitten“

Auch Teamkollege Lewis Hamilton wirkt tief enttäuscht. Der Brite war in SQ1 noch Vierter, verlor dann aber fast vier Zehntel auf Hülkenberg. „Das Auto ist einfach sehr schwer zu fahren, es ist uns schlichtweg entglitten“, erklärt Hamilton. Der Wind machte die Balance noch unberechenbarer – in den schnellen S-Kurven verlor Ferrari laut Telemetrie fast eine halbe Sekunde auf Verstappen.
Besonders bitter: In den letzten Kurven fehlte dem SF-25 komplett der Grip an der Hinterachse. Hamilton klagt: „Acht Zehntel, das ist ein Berg zu erklimmen.“
Leclerc resigniert: „Das scheint unser Potenzial zu sein“

Leclerc hat es mental gefühlt noch härter getroffen. Er wirkt am Funk wie paralysiert. „Wir sind so weit hinten“, sagt er kopfschüttelnd. „Ich wäre sehr überrascht, wenn wir etwas finden, mit dem wir so einen Sprung machen.“ Für den Monegassen steht fest: Das aktuelle Leistungsniveau sei schlicht das Limit des Autos.
Die bittere Realität: Ferrari wird im Sprint nicht nur von Red Bull und McLaren geschlagen, sondern auch von Williams, Aston Martin – und eben Hülkenberg im Sauber. „Nico war das ganze Wochenende stark“, sagt Leclerc anerkennend. „Vielleicht haben sie etwas verstanden, das uns entgangen ist.“
Fest steht: Die Krise in Maranello spitzt sich zu. Nach dem schwachen Singapur-Wochenende ist der Austin-Kollaps der nächste Tiefschlag. Teamchef Frédéric Vasseur steht unter Druck – und das Fahrerduo verliert langsam die Geduld.
FOLGT UNS AUF YOUTUBE!
DAS IST F1-Insider.com!