Ferrari-Legende Luca di Montezemolo hat sich festgelegt: Für ihn ist Max Verstappen der unumstrittene König der Formel 1.
Luca di Montezemolo, legendärer Ex-Ferrari-Präsident und Architekt der goldenen Schumacher-Ära, hat einen neuen Liebling: Max Verstappen. Beim Londoner Premierenevent zur Dokumentation „Luca: Seeing Red“ erklärte der 78-Jährige den Red-Bull-Piloten zum unangefochtenen König der Formel 1.
Montezemolo, der in seiner Karriere mit Größen wie Niki Lauda und Michael Schumacher arbeitete, lässt keinen Zweifel: „Heute muss ich sagen, Verstappen ist für mich mit Abstand die Nummer eins.“ Besonders beeindruckt habe ihn der jüngste Auftritt des Niederländers in Baku: „Schwierige Bedingungen, aber er hat nie die Kontrolle verloren. Immer schnell. Er macht keine Fehler.“
Verstappen als Ferrari-Traumfahrer
Ferraris aktuelle Fahrer Charles Leclerc und Carlos Sainz lobte er zwar als starkes Duo, doch an Verstappen reiche keiner heran: „Sainz und Leclerc waren ein sehr gutes Paar. Aber keine Frage, Verstappen ist mit Abstand der Beste.“

Die Premiere lockte die F1-Prominenz– von Bernie Ecclestone über Stefano Domenicali bis hin zu Adrian Newey. Inmitten dieser illustren Runde deutete Montezemolo an, dass er Ferrari noch heute auf Kurs bringen könnte: „Wenn ich morgen wieder bei Ferrari anfangen müsste, wüsste ich nach einer Woche genau, wer wo sitzen sollte.“
Besonders positiv äußerte er sich über Ex-Teamchef Mattia Binotto, der inzwischen Audis Formel-1-Projekt leitet: „Ich freue mich für Binotto. Er investiert in die Zukunft mit einem guten brasilianischen Fahrer (Gabriel Bortoleto).“
Senna, Schumacher und ein Was-wäre-wenn
Die von Senna-Regisseur Manish Pandey inszenierte Dokumentation beleuchtet Montezemolos Ära in Maranello und bringt auch ein bewegendes Detail ans Licht: Nur Tage vor seinem tödlichen Unfall in Imola 1994 soll Ayrton Senna Montezemolo in Bologna besucht und seinen Wunsch geäußert haben, für Ferrari zu fahren.
Eine Vision, die nie Realität wurde – und die zeigt, wie nah Triumph und Tragik in der Formel 1 beieinander liegen. Für Montezemolo aber steht fest: Heute gibt es nur einen, der die Scuderia zurück an die Spitze führen könnte – und der trägt den Namen Max Verstappen.
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