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Ferrari-Dilemma: Hamilton-Team spricht über Katastrophen-Tag

Formel 1 Lewis Hamilton Ferrari Zandvoort 2025
Lewis Hamilton. Credit: Ferrari
Bianca Garloff
Bianca Garloff

Ferrari erlebt im Zandvoort-Qualifying ein Wechselbad der Gefühle: Hamilton erleichtert, Leclerc frustriert.

Ferrari erlebt im Qualifying von Zandvoort ein Auf und Ab. Lewis Hamilton freut sich über den Sprung in Q3, Charles Leclerc ärgert sich über ein schwieriges Wochenende. Teamchef Frederic Vasseur sieht trotzdem Fortschritte.

Für Lewis Hamilton war es ein kleiner Befreiungsschlag. Der siebenmalige Weltmeister landete im Qualifying zum Großen Preis der Niederlande in Zandvoort auf Platz sieben, nur knapp hinter Ferrari-Teamkollege Charles Leclerc. „Ich war schon seit einiger Zeit nicht mehr in Q3, daher bin ich dafür dankbar“, zeigt er sich zufrieden. „Ich habe versucht, das Wochenende etwas anders anzugehen.“

Hamilton optimistisch

Formel 1 Lewis Hamilton Ferrari Zandvoort 2025
Lewis Hamilton. Credit: Ferrari

Wie genau das aussieht, lässt er offen: „Ich werde nicht ins Detail gehen, was das genau ist, aber es gab einige Optimierungen, bevor ich überhaupt hierher kam und dann über das Wochenende. Es läuft jetzt viel reibungsloser.“

Das macht den siebenmaligen Weltmeister, der zuletzt mit sich und seiner neuen roten Welt haderte, optimistisch. „Es ist auf jeden Fall ermutigend, zumindest auf meiner Seite der Garage, ein besseres Ergebnis zu erzielen“, so der Ex-Champ. „Aber natürlich sind wir noch nicht da, wo wir hinwollen.“

Leclerc klagt über inkonstantes Auto

Formel 1 Charles Leclerc Ferrari Zandvoort 2025
Charles Leclerc. Credit: Ferrari

Anders die Stimmung bei Charles Leclerc, der auf Platz sechs landete: „Berauschend war das heute nicht, aber auf alle Fälle besser als der Freitag“, rekapituliert der Monegasse. „Freitag war der schlimmste Tag. Wir wurden alle ein wenig auf dem falschen Fuß erwischt. Keiner hatte nach der Sommerpause mit einem so mühseligen Freitag gerechnet.“

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Die Folge, so Leclerc: „Ich konnte ich keine fehlerfreie Runde fahren, aus dem einfachen Grund, weil der Wagen so schwierig zu fahren ist. Aber auch, weil mein Job am Lenkrad nicht gut genug gewesen ist. Ich hoffe, ich kann im Rennen eine bessere Leistung zeigen.“

Vasseur lobt Comeback nach Katastrophen-Freitag

Formel 1 Frederic Vasseur Ferrari Zandvoort 2025
Frederic Vasseur. Credit: Ferrari

Für Teamchef Frederic Vasseur überwiegt der Fakt, dass sich Ferrari aus dem Freitagstief herausgearbeitet hat: „Das Positive ist, dass wir von ganz hinten wieder zurückgekommen sind. Gestern war der schwierigste Freitag der letzten zwei Saisons, und wir haben uns gut zurückgekämpft. Aber nach so einem Tag ist es nun mal schwierig, das Limit auszuloten – sowohl beim Set-up als auch beim Fahren.“

Für das Rennen sieht der Franzose Ferrari gut aufgestellt: „Es ist positiv, dass wir zwei Autos haben, die gegen Russell und Verstappen kämpfen können. Man muss realistisch bleiben: McLaren ist viel schneller als alle anderen. Wir müssen uns auf Verstappen und Russell konzentrieren und versuchen, vor ihnen ins Ziel zu kommen.“

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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