Formel 1

Formel-1-Hammer: Ferrari geht wohl mit neuem Motor All In

Formel 1 Charles Leclerc Ferrari Singapur 2025
Charles Leclerc. Credit: Ferrari

Ferrari wagt vor der Motorenrevolution 2026 den großen Wurf: Das Team aus Maranello ändert sein Konzept radikal und setzt beim neuen Antrieb alles auf eine Karte.  

Ralf Bach
Ralf Bach

Ferrari wagt vor der Motorenrevolution 2026 den großen Wurf: Das Team aus Maranello ändert sein Konzept radikal und setzt beim neuen Antrieb alles auf eine Karte.  

Ferrari in der Formel 1 steht für Kult und Glamour, aber auch für ständige Unruhe, Spekulationen und Geflüster hinter den Kulissen, besonders in Italien. Nachdem Präsident John Elkann zumindest vorerst den Entlassungsgerüchten um Teamchef Fred Vasseur ein Ende gesetzt hat, gehen jetzt schon wieder die italienischen Rauchmelder an. Die Gerüchteküche dreht sich diesmal um den neuen Motor.

Hintergrund: Ab 2026 gibt es ein neues Antriebsreglement. Die wichtigsten Randdaten: Der Elektroantrieb mit einem dann einfachen Energierückgewinnungssystem (KERS) macht ab nächstem Jahr rund 50 Prozent der Leistung aus (bisher knapp 20). Die Treibstoffe für den Verbrennungsmotor werden nachhaltig. 

Ein innovatives Ansaugsystem bei Ferrari

Jetzt schreibt motorsport.it: Ferrari hat das ursprüngliche Konzept geändert und setzt statt eines Stahlzylinderkopfs beim Verbrennungsmotor nun auf eine Aluminiumlegierung und ein streng geheimes Ansaugkonzept, das laut Insidern „den Unterschied machen“ soll.

Formel 1 Lewis Hamilton Ferrari Singapur 2025
Lewis Hamilton. Credit: Ferrari

Das Problem: Personal und Zeit laufen weg. Ursprünglich wollte Ferrari mit einem radikalen Stahlkopf Neuland betreten. Doch das Projekt scheiterte an Zuverlässigkeitsproblemen.

Ferraris neue Aluminiumlösung soll ein innovatives Ansaugsystem beherbergen, das Strömung, Kühlung und Verbrennungsstabilität optimiert – entscheidend bei den neuen, empfindlicheren Kraftstoffen. Wenn das Konzept funktioniert, könnte es der Joker sein, der Ferrari 2026 wieder konkurrenzfähig macht. Falls nicht, droht Ferrari über Jahre das Abbiegen in eine Einbahnstraße.

Wird Mercedes wieder dominieren?

Hinter dem ursprünglichen Konzept stand Wolf Zimmermann, Leiter für den Verbrennungsmotor, der genauso zum Konkurrenten Audi wechselt wie dessen deutscher Landsmann und Stellvertreter Lars Schmidt. Der Italiener Enrico Gualtieri soll deren Arbeit jetzt zu Ende führen.

Formel 1 George Russell Mercedes Singapur 2025
George Russell. Credit: Mercedes

Er soll viel zu tun haben. Denn laut italienischen Medien kämpfen alle Hersteller noch mit Turbulenzen auf dem Prüfstand, mit Ausnahme von Mercedes. Die Befürchtungen sind deshalb groß, dass sich die Story von 2014 wiederholt. Damals gab es die letzte radikale Reglementänderung im Motorenbereich. Der Hybridmotor von Mercedes war über Jahre haushoch überlegen. Vielleicht geht Ferrari deshalb mit dem Verbrennungsmotor all in.

FOLGT UNS AUF YOUTUBE!
DAS IST F1-Insider.com!


Autor

Ralf Bach
Ralf Bach

Ralf Bachs Zuhause ist der Formel-1-Zirkus. Seit rund 30 Jahren berichtet er für SPORT BILD, AUTO BILD MOTORSPORT, SPORT1 und das Ippen-Netzwerk (TZ München, Frankfurter Rundschau) von der Königsklasse. Für seine exklusiven Stories wurde er in die „Paddock Hall of Fame“ der Formel 1 aufgenommen. Auf F1-Insider.com schildert er, wie die Protagonisten ticken. Twitter: @ralfbond


Verwandte Artikel