Formel 1

Italienische Presse verhöhnt Ferrari

Formel 1 Charles Leclerc Ferrari Baku Aserbaidschan 2025
Charles Leclerc und Lewis Hamilton. Credit: Ferrari

Statt Titelträume nur Hohn und Spott: Ferrari taumelt 2025 weiter durch die Formel-1-Saison. In Baku machten Hamilton und Leclerc die rote Krise noch größer – und selbst in Italien geht die Geduld aus.

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Statt Titelträume nur Hohn und Spott: Ferrari taumelt 2025 weiter durch die Formel-1-Saison. In Baku machten Hamilton und Leclerc die rote Krise noch größer – und selbst in Italien geht die Geduld aus.

Als Ferrari Anfang des Jahres Rekordweltmeister Lewis Hamilton präsentierte, war die Euphorie riesig. Nach Platz zwei in der Konstrukteurs-WM 2024 schien der Angriff auf McLaren und Red Bull nur logisch.

Doch die Realität sieht düster aus: Nach dem Aserbaidschan-GP rangiert Ferrari nur auf Platz drei hinter McLaren und Mercedes. In Baku holten Hamilton und Charles Leclerc lediglich die Plätze acht und neun – ein Ergebnis, das in Maranello keiner sehen wollte.

Italienische Presse spottet über Ferrari

Die „Corriere della Sera“ geht hart ins Gericht: Statt vom „fortwährenden Kampf“ sei nur noch von einem „fortwährenden Desaster“ zu sprechen. Und weiter: „Es scheint, als würde das Unglück für das arme, angeschlagene Cavallino kein Ende nehmen.“ Spöttische Worte, die tief sitzen in einem Land, in dem Ferrari fast eine Staatsangelegenheit ist.

Formel 1 Lewis Hamilton Ferrari Baku Aserbaidschan 2025
Lewis Hamilton. Credit: Simon Galloway/LAT Images/Pirelli

Zusätzlich Öl ins Feuer goss Hamilton selbst. Weil er im letzten Renndrittel mit frischeren Reifen unterwegs war, ließ ihn Leclerc kampflos vorbei – in der Hoffnung, der Brite könnte noch auf Yuki Tsunoda und Lando Norris Druck machen. Doch Hamilton blieb hängen. Laut Teamorder hätte er in der letzten Runde die Position zurückgeben sollen. Tat er aber nicht.

Leclerc konterte ebenfalls mit einer Portion Spott: „Es ist mir eigentlich egal, es geht nur um den achten Platz. Also ist es okay, er kann sich über diesen achten Platz freuen. Es ist nur dumm, weil es nicht fair ist.“

Hamilton entschuldigt sich bei Leclerc

Hamiltons Erklärung nach dem Rennen: Er habe das Signal zu spät bekommen und die Situation falsch eingeschätzt. „Ich werde mich bei Charles entschuldigen“, so der siebenfache Champion.

Formel 1 Lewis Hamilton Ferrari Baku Aserbaidschan 2025
Lewis Hamilton. Credit: Ferrari

Doch das große Bild bleibt: Hamilton fremdelt weiter bei Ferrari. Schon im Qualifying hatte er die Reifenstrategie öffentlich kritisiert. Leclerc wiederum patzte selbst – sein Unfall im Zeittraining zerstörte die Hoffnungen auf eine bessere Startposition.

Ferrari steckt tiefer in der Krise als je zuvor. Und in Italien wächst die Ungeduld: Statt Titelkampf herrscht rote Ratlosigkeit.

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Formel 1 Aserbaidschan Grand Prix 2025 in Baku
Ergebnis

1. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing 
2. George Russell (GB), Mercedes, +14,609 sek
3. Carlos Sainz (E), Williams, +19,199
4. Kimi Antonelli (I), Mercedes, +21,760
5. Liam Lawson (NZ), Racing Bulls, +33,290
6. Yuki Tsunoda (J), Red Bull Racing, +33,808
7. Lando Norris (GB), McLaren, +34,227
8. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, +36,310
9. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +36,774
10. Isack Hadjar (F), Racing Bulls, +38,982


Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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