Formel 1

Ferrari-Krise: Ralf Schumacher warnt Hamilton

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Lewis Hamilton. Credit: Ferrari

Nach dem Teamorder-Eklat zwischen Lewis Hamilton und Charles Leclerc warnt Ralf Schumacher vor drastischen Konsequenzen – und findet deutliche Worte.

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Nach dem Teamorder-Eklat zwischen Lewis Hamilton und Charles Leclerc warnt Ralf Schumacher vor drastischen Konsequenzen – und findet deutliche Worte.

Ferrari steckt tief in der Krise, und ausgerechnet Superstar Lewis Hamilton sorgt mit seinen jüngsten Aktionen für zusätzlichen Sprengstoff. Nach dem Großen Preis von Aserbaidschan, bei dem der siebenfache Champion eine Teamorder missachtete und Charles Leclerc nicht vorbeiziehen ließ, wächst die Spannung in Maranello.

Ex-F1-Pilot Ralf Schumacher schlägt nun Alarm – und fordert eine Aussprache bei den Roten.

Hamilton gegen Leclerc – der nächste Ferrari-Eklat

Für Schumacher ist die Lage bei Ferrari brandgefährlich. Im Sky-Podcast legte er den Finger in die Wunde: „Der Umgang miteinander ist nicht gut. Dann die Kritik von Lewis am Team. Ich sehe die Kombination kritisch. Dazu dieses Nicht-Zurücktauschen mit Leclerc vor der Ziellinie. Da muss Ferrari seine Aufgaben intern machen, sonst zerpflückt man sich selbst von innen heraus.“

Formel 1 Ferrari Hamilton Leclerc 2025
Lewis Hamilton und Charles Leclerc. Credit: Ferrari

Hintergrund: Am Ende eines ohnehin enttäuschenden Rennens in Baku ignorierte Hamilton die Stallorder und behielt Platz acht, den er eigentlich an Leclerc zurückgeben sollte. Der Monegasse reagierte spöttisch: „Es ist mir eigentlich egal, es geht nur um den achten Platz. Also ist es okay, er kann sich über diesen achten Platz freuen. Es ist nur dumm, weil es nicht fair ist.“

Hamilton selbst bemühte sich um Schadensbegrenzung, sprach von einem Missverständnis: „Ich werde mich bei Charles entschuldigen.“ Schon zuvor hatte der Brite aber mit scharfer Kritik an der Reifenstrategie seines Teams für Aufsehen gesorgt.

Schumacher fordert „Reinigendes Gewitter“

Der Ex-Pilot fordert deshalb ein „reinigendes Gewitter“: „Da muss einfach mal offen miteinander gesprochen werden. Die Limits und die Erwartungen müssen abgesteckt werden.“

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Ralf Schumacher. Credit: Guido De Bortoli/LAT Images/Sauber

Schumacher warnt, dass die Situation bei Ferrari sonst schnell eskalieren könnte: „Wenn Lewis kein Vertrauen mehr ins Team hat und umgekehrt, dann wäre das sehr schade. Denn wenn ein Misstrauen entsteht, dann muss man es besser sein lassen und am Ende des Jahres getrennte Wege gehen.“

In der WM liegt Leclerc mit 165 Punkten auf Rang fünf, Hamilton mit 121 Zählern auf Platz sechs. Für Ferrari wird die Krise damit immer deutlicher – sportlich wie atmosphärisch.

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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