Formel 1

Ex-Ferrari-Star schießt gegen Hamilton

Formel 1 Lewis Hamilton Ferrari Saudi Arabien 2025
Lewis Hamilton. Credit: Ferrari
Alex Warneke
Alex Warneke

Jean Alesi kritisiert Lewis Hamilton scharf. Der Ferrari-Star sei ein schlechtes Vorbild und hätte von Ikonen wie Schumacher viel lernen können.

Lewis Hamilton erlebt bei Ferrari eine Saison zum Vergessen und sorgt nun auch intern für Diskussionen. Beim Großen Preis von Ungarn schlug der 40-Jährige ungewohnt harte Töne gegen sich selbst an. Nach dem enttäuschenden Aus in Q2 und Rang zwölf im Rennen bezeichnete er sich als „absolut nutzlos“ und schlug sogar vor, Ferrari solle den Fahrer wechseln.

Aussagen, die unterschiedliche Reaktionen ausgelöst haben. Ferrari-Legende Jean Alesi etwa sieht darin ein klares Fehlverhalten: „Ich denke, Hamiltons Einstellung demoralisiert die Leute, die um ihn herum arbeiten“, schrieb der ehemalige Scuderia-Pilot in seiner Kolumne für den Corriere della Sera.

Alesi: „Senna oder Schumacher hätten so etwas nie gesagt“

Der Franzose, der von 1991 bis 1995 für Ferrari fuhr, zieht einen deutlichen Vergleich zu den größten Ikonen des Sports: „Senna oder Schumacher hätten so etwas nie gesagt.“ Speziell Michael Schumacher gilt bis heute als Paradebeispiel für Führungsstärke.

Eddie Jordan, Jean Alesi und Ralf Bach in Monza 2023
Eddie Jordan, Jean Alesi und Ralf Bach. Credit: Roman Krust

Er motivierte sein Team selbst in schwierigsten Phasen, kannte jeden Mechaniker beim Namen und arbeitete unermüdlich daran, Ferrari an die Spitze zu bringen – was ihm 2000 mit dem ersten WM-Titel der Scuderia seit 21 Jahren gelang.

Hamiltons Aussagen können schnell Schaden anrichten

Hamiltons Situation ist eine andere: Er kam als siebenmaliger Weltmeister nach Maranello, um sich mit einem achten Titel allein an die Spitze der ewigen Bestenliste zu setzen. Doch Ferrari kämpft 2025 mit einem Auto, das nicht zu seinem Fahrstil passt. Während Charles Leclerc konstant vorne mitfährt, hadert Hamilton regelmäßig mit dem Heckverhalten des Boliden und seit einem Update im Frühjahr ist der Monegasse noch stärker.

Trotzdem mahnen einige Experten, dass Hamilton sich am Vorbild früherer Teamleader orientieren sollte. Denn in einer Scuderia, die traditionell um interne Harmonie ringt, können negative öffentliche Aussagen schnell mehr Schaden anrichten als jede langsame Runde.

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Autor

Alex Warneke
Alex Warneke

Alex ist unser Hybrid im Redaktionsteam. Als Rennspiel-Experte versorgt er die F1 Insider Leser mit Texten aus der SimRacing-Welt. Zudem ist Alex als Videocreator im F1-Insider-Team aktiv. Interviews und spannende Themen aus der Formel 1 bereitet er für unseren YouTube Kanal auf.


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