Ferrari-Boss Vasseur gesteht: Hamiltons Eingewöhnung wurde unterschätzt. Der Rekordweltmeister kämpft noch mit Team und Auto.
Ferrari hat zugegeben, die Eingewöhnungszeit von Lewis Hamilton im Jahr 2025 unterschätzt zu haben. Der siebenmalige Weltmeister kämpft seit seinem Wechsel von Mercedes mit größeren Problemen als erwartet, sowohl mit der Performance der SF-25 als auch mit der Anpassung an eine völlig neue Umgebung. Das bestätigte Teamchef Frédéric Vasseur nun offen.
Hamiltons bislang einzig nennenswertes Resultat bleibt der Sieg im China-Sprint. Ein Erfolg, der eigentlich den erhofften Schwung bringen sollte. Doch seitdem verläuft seine Ferrari-Reise mühsam. In den meisten Rennen musste er sich Teamkollege Charles Leclerc geschlagen geben, lediglich in Imola und Silverstone konnte er besser abschneiden. Zwischen Spa und Budapest ließ Hamilton zudem mit deutlichen Kommentaren seine Frustration erkennen.

„Wir haben den Wechsel des Umfelds unterschätzt“
In einem Interview mit The Race erklärte Vasseur: „Lewis und ich haben kollektiv wahrscheinlich den Wechsel des Umfelds unterschätzt und die Tatsache, dass er 20 Jahre im selben Team verbracht hat. Er war bei McLaren, dann bei Mercedes: ein englisches Team, dieselben Motoreningenieure, dieselbe Kultur. Er war von 2006 bis 2024 in dieser Umgebung und kam dann zu Ferrari. Und wir haben törichterweise erwartet, dass er sofort alles unter Kontrolle hat.“
Ein weiterer Punkt sei, dass Hamilton im Gegensatz zu anderen Piloten nur selten das Team gewechselt habe: „Er ist nicht der Typ Fahrer, der alle zwei Jahre wechselt“, und zieht dabei den Vergleich zu seinem Ex-Piloten. „Wenn man Carlos Sainz anschaut, er fuhr für Toro Rosso, Renault, McLaren, Ferrari und Williams in nur acht Jahren. Er hat viermal das Team gewechselt und ist es gewohnt, solche Situationen zu managen. Für Lewis war es anders. Kulturell ist der Unterschied zwischen Ferrari und Mercedes größer als zwischen Mercedes und McLaren, und das haben wir unterschätzt.“
Hamilton verpasste zuletzt die Punkteränge
Laut Vasseur brauchte Hamilton vier bis fünf Rennen, um mehr Kontrolle zu gewinnen: „Ab Kanada, Spanien, Großbritannien und Österreich begann er, mehr unter Kontrolle zu sein. Spa war ein schwieriges Wochenende für ihn mit einem harten Qualifying, aber im Rennen war er sehr stark. Und in Ungarn, denke ich, wurden die Details noch besser gemanagt.“
Allerdings verpasste der Brite erst beim letzten Rennen in Budapest nach Problemen im Qualifying sogar die Punkteränge und betonte am Wochenende mehrfach, dass Ferrari in Erwägung ziehen sollte „den Fahrer auszutauschen.“ Nach einer vierwöchigen Sommerpause und einer Kampfansage via Instagram nimmt der Rekordweltmeister an diesem Wochenende in Zandvoort den nächsten Anlauf.
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