Cyberangriff in der Formel 1: Ein Datenleck beim Weltverband FIA legt sensible Informationen von Topfahrern offen – auch Max Verstappen ist betroffen.
Die Formel 1 gilt als High-Tech-Zentrum, das von Experten gern auf eine Stufe mit der NASA gestellt wird. Doch auch sie ist gegen Cyberangriffe nicht immun. Der Dachverband FIA hat am Rande des Großen Preises von Mexiko ein Datenleck eingeräumt. Betroffen war unter anderem Red-Bull-Weltmeister Max Verstappen.
Hacker bekommen Zugriff auf Verstappens persönliche Daten
Was bisher bekannt ist: „Hacker“ konnten innerhalb von nur zehn Minuten auf Verstappens persönliche Daten zugreifen – darunter Reisepass, private Kontaktdaten, Lizenzpapiere und interne FIA-Korrespondenz.

Die Sicherheitslücke steckte in der Online-Datenbank zur Fahrerkategorisierung, über die sich Piloten für Sportwagenrennen registrieren. Eine Gruppe von Bloggern deckte den Skandal auf und schilderte auf X, wie sie sich einfach als Administrator anmeldeten – und prompt Zugriff auf vertrauliche Informationen erhielten.
Einer der Entdecker, der bekannte IT-Sicherheitsforscher Gal Nagli, erklärte, man habe den Test sofort beendet, nachdem klar war, dass sensible Daten zugänglich waren: „Wir haben nichts heruntergeladen und alle Daten gelöscht.“
Fia reagiert mit Stellungnahme
Der Automobilweltverband reagierte mit einer Stellungnahme: „Die FIA wurde im Sommer auf einen Cybervorfall aufmerksam, der die Website zur Fahrerkategorisierung betraf. Es wurden umgehend Maßnahmen ergriffen, um die Daten der Fahrer zu sichern, und die FIA meldete den Vorfall gemäß ihren Verpflichtungen den zuständigen Datenschutzbehörden. Außerdem wurden die wenigen betroffenen Fahrer über den Vorfall informiert. Andere digitale Plattformen der FIA waren von diesem Vorfall nicht betroffen.“
Laut Verband ist das Leck inzwischen geschlossen. „Die FIA hat umfangreich in Cybersicherheits- und Resilienzmaßnahmen für ihre digitalen Systeme investiert. Sie hat erstklassige Datenschutzmaßnahmen implementiert, um alle ihre Stakeholder zu schützen, und verfolgt bei allen neuen digitalen Projekten eine ,Security-by-Design‘-Strategie.“
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