Formel 1

Strafe gegen Budget-Cap-Missachtung? FIA gibt Entscheidung bekannt

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Credit: Getty Images / Red Bull Content Pool

Die FIA hat ihre Budgetprüfung für 2024 abgeschlossen – und Entwarnung gegeben. Nur Aston Martin leistete sich einen kleinen Formfehler, blieb aber unter dem Kostendeckel.

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Die FIA hat ihre Budgetprüfung für 2024 abgeschlossen – und Entwarnung gegeben. Nur Aston Martin leistete sich einen kleinen Formfehler, blieb aber unter dem Kostendeckel.

Aufatmen im Fahrerlager: Die FIA hat die Prüfung der Formel-1-Finanzen für 2024 abgeschlossen – mit einem vergleichsweise milden Ausgang. Nur Aston Martin hat laut Weltverband gegen die Regularien verstoßen, jedoch ohne den Kostendeckel zu überschreiten.

In einem offiziellen Statement heißt es: „Aston Martin beging zwar einen Verfahrensverstoß, überschritt aber nicht die Kostengrenze. Der Verstoß war sehr geringfügiger Natur und entstand durch unvorhersehbare Umstände außerhalb der Kontrolle des Teams.“

Keine Strafe für Aston Martin

Formel 1 Fernando Alonso Aston Martin Singapur 2025
Fernando Alonso. Credit: Zak Mauger/LAT Images/Aston Martin

Das britische Team, das in der Untersuchung als AMR GP Ltd firmiert, hatte den Fehler bereits im September eingeräumt und ein sogenanntes Accepted Breach Agreement unterzeichnet. Die Cost Cap Administration der FIA sah deshalb von einer Strafe ab: „Aufgrund der außergewöhnlichen und unvorhersehbaren Umstände wurden keine finanziellen Sanktionen verhängt.“

Wichtig: Aston Martin habe sich laut FIA „kooperativ und in gutem Glauben“ verhalten. Zudem gebe es keine Hinweise, dass das Team aus dem formalen Verstoß einen sportlichen Vorteil gezogen habe.

Neun Teams regelkonform

Formel 1 Zandvoort Start 2025
Credit: Mark Thompson/Getty Images / McLaren

Gerüchte, wonach ein weiteres Team gegen die Finanzregeln verstoßen haben könnte, haben sich damit zerschlagen. Laut FIA sind neun der zehn Teams regelkonform geblieben – ein deutlich entspannteres Ergebnis als 2022, als Red Bull nach seinem Budgetverstoß empfindlich bestraft worden war.

Auch auf Motorenseite ist alles im grünen Bereich: Die fünf Antriebshersteller für 2026 – also Red Bull Powertrains, Mercedes, Ferrari, Alpine und Audi – hielten den eigenen Kostendeckel ein.

Insgesamt dauerte die Prüfung der 2024er-Unterlagen rund sieben Monate. Alle Teams hätten „vollständig kooperiert“, heißt es aus Paris.

Der kleine Verstoß von Aston Martin dürfte damit das Kapitel „Cost Cap 2024“ endgültig schließen – zumindest bis zum nächsten Jahresabschluss.

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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