Formel 1

Motorsport-Sensation: Frau will FIA-Chefin werden

Laura Villars Ferrari Challenge Mugello 2024
Laura Villars. Credit: Ferrari

Sensation im Motorsport: Rennfahrerin Laura Villars (28) kündigt ihre Kandidatur für den FIA-Vorsitz an – und könnte die erste Frau an der Spitze des Automobil-Weltverbands werden.

Ralf Bach
Ralf Bach

Sensation im Motorsport: Rennfahrerin Laura Villars (28) kündigt ihre Kandidatur für den FIA-Vorsitz an – und könnte die erste Frau an der Spitze des Automobil-Weltverbands werden.

Es dürfte den eher als konservativ geltenden Granden des Automobilweltverbands FIA, die auch der Dachverband der milliardenschweren Formel 1 ist, kaum gefallen: Eine junge Frau strebt die Präsidentschaft der FIA an.

Das wurde am Rande des Formel-1-Rennens am Wochenende in Baku (Aserbaidschan) bekannt: Die Schweizer Rennfahrerin Laura Villars (28) hat ihre Kandidatur für das Präsidentenamt des Automobil-Weltverbands FIA angekündigt – und könnte damit die erste Frau an der Spitze der Organisation werden.

Frau will FIA umbauen

Villars, die bisher in der saudi-arabischen Formel 4 und in der Ferrari Challenge startete, will gegen den aktuellen Amtsinhaber Mohammed Ben Sulayem sowie den US-Amerikaner Tim Mayer antreten. In ihrem Manifest schreibt sie: „Die FIA muss wieder der Verband der Clubs und Lizenzinhaber sein. Mein Ziel ist eine demokratischere, transparentere und verantwortungsvollere Führung – offen für Frauen und neue Generationen.“

Laura Villars
Credit: laura_villars / Instagram

Die Bekanntgabe kam völlig unerwartet. Laut einem Bericht von ESPN hat Villars die offiziellen Unterlagen für ihre Kandidatur bislang noch nicht eingereicht. Zeit hat sie dafür bis zum 24. Oktober. Dann muss sie auch ihr „Kabinett“ benennen: Neben einem Senatspräsidenten braucht sie unter anderem zwei Vizepräsidenten (Motorsport und Automobilmobilität) sowie sieben Vertreter für die globalen FIA-Regionen.

Villars setzt in ihrem Programm auf klare Kernpunkte:

  • Mehr Transparenz in Finanzen und Entscheidungsprozessen
  • Stärkere Einbindung von Frauen im Motorsport
  • Demokratischere Strukturen und mehr Verantwortung im Verband

Weitere Kandidaten für die Wahl zum FIA-Präsidenten

Gerade das Thema Transparenz sorgt seit längerem für Diskussionen rund um die Amtszeit von Ben Sulayem, der 2022 Jean Todt abgelöst hat.

Neben Villars haben bisher nur Tim Mayer und der amtierende Präsident Ben Sulayem ihre Kandidatur angekündigt. Mayer verfügt über jahrzehntelange Erfahrung im Motorsport und war bis Ende 2023 als FIA-Rennkommissar tätig. Ex-Rallye-Weltmeister Carlos Sainz senior hatte ebenfalls über eine Kandidatur nachgedacht, sich im Juni aber dagegen entschieden.

Die Wahl zum neuen FIA-Präsidenten findet am 12. Dezember im Rahmen der Generalversammlung in Usbekistan statt.

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Autor

Ralf Bach
Ralf Bach

Ralf Bachs Zuhause ist der Formel-1-Zirkus. Seit rund 30 Jahren berichtet er für SPORT BILD, AUTO BILD MOTORSPORT, SPORT1 und das Ippen-Netzwerk (TZ München, Frankfurter Rundschau) von der Königsklasse. Für seine exklusiven Stories wurde er in die „Paddock Hall of Fame“ der Formel 1 aufgenommen. Auf F1-Insider.com schildert er, wie die Protagonisten ticken. Twitter: @ralfbond


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