Formel 1

Greenpeace kritisiert Formel 1 wegen Greenwashing

Formel 1 Start Spielberg Österreich Grand Prix 2023
Credit: Red Bull Content Pool

Die Formel 1 will grün werden. Doch Greenpeace unterstellt der Königsklasse unsaubere Absichten.

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Die Formel 1 will grün werden. Doch Greenpeace unterstellt der Königsklasse unsaubere Absichten.

Die Formel 1 als Vorreiter im Klimaschutz? Bis 2030 will die Königsklasse klimaneutral werden. Schon ab 2026 rasen die Rennwagen mit Elektromotor und E-Fuels. Aber meint es die Top-Kategorie des Automobilsports wirklich ernst mit dem grüner werden?

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Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat daran ihre Zweifel und wirft der Formel 1 Greenwashing vor. „Die Formel 1 sieht, dass sie sich zum Klimaschutz verhalten muss, aber sie tut das nur oberflächlich“, sagt Benjamin Stephan, Verkehrsexperte Greenpeace, vor dem Start der Formel 1 in die zweite Saisonhälfte an diesem Wochenende in den Niederlanden. „Wenn die Formel 1 Nachhaltigkeit nicht nur als Feigenblatt nutzen will, muss sie die CO2-Bilanz des gesamten Rennzirkus überdenken. Sie sollte sich stärker regionalisieren, statt wie im kommenden Jahr sogar 24 Rennen austragen und Massen von Menschen und Material um die Welt zu fliegen.“

Formel 1 Start Ungarn hinten 2023
Credit: F1/Twitter

Soll heißen: Es reiche nicht, wenn die Autos selbst klimaneutral fahren und kein CO2 ausstoßen. Das Sportevent als solches müsse nachhaltiger werden.  Greenpeace-Mann Stephan: „Wenn sich die Formel 1 nicht grundsätzlich neu aufstellt, und akzeptiert, dass sich die Identität der Rennserie verändern muss, dann meint sie es nicht ernst mit dem Klimaschutz. Formel-1-Technologien, die uns bei der Mobilitätswende nicht weiterbringen, senden die falsche Botschaft. Bisher haben die Vorhaben der Formel 1 für mich nur kosmetischen Charakter und sind nicht viel mehr als Greenwashing.“

Tatsächlich dürften die komplizierten Hybridmotoren keinen Weg auf die Straße finden. Dort gilt Elektromobilität als die Zukunft. Die Formel 1 fällt damit als Technikvorreiter aus. „Ein Argument der Formel 1 und der Hersteller war in der Vergangenheit immer, neue Technologien zu entwickeln, die später in Serienautos wandern und am Ende allen etwas bringen“, erläutert auch der Pressesprecher. „Die Autoindustrie entwickelt sich aber mittlerweile fast ausschließlich in Richtung E-Mobilität. Verbrennungsmotoren, selbst wenn sie in der Formel 1 noch ein bisschen effizienter werden sollten, sind aus der Zeit gefallen.“

Da könnten auch synthetische Kraftstoffe nicht helfen. „Die Formel 1 will zwar künftig synthetische Kraftstoffe nutzen und setzt auch Biokraftstoffe ein, diese sind aber keine Lösung, weil sie ineffizient und zu teuer sind. Biokraftstoffe lassen sich in den nötigen Mengen nicht nachhaltig erzeugen, sie sind also nicht massentauglich. Spätestens in der aktuellen Transformation entkoppelt sich die Formel 1 vom Rest der Welt, weil sie sich nicht vom überholten Verbrenner trennen kann.“


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Formel 1 Fahrer-Wertung
Stand nach 12 von 22 Rennen

1. Max Verstappen (Niederlande) – Red Bull 314 Pkt.
2. Sergio Perez (Mexiko) – Red Bull 189
3. Fernando Alonso (Spanien) – Aston Martin 149
4. Lewis Hamilton (Großbritannien) – Mercedes 148
5. Charles Leclerc (Monaco) – Ferrari 99
6. George Russell (Großbritannien) – Mercedes 99
7. Carlos Sainz Jr. (Spanien) – Ferrari 92
8. Lando Norris (Großbritannien) – McLaren 69
9. Lance Stroll (Kanada) – Aston Martin 47
10. Esteban Ocon (Frankreich) – Alpine 35

Konstrukteurs-Wertung
Stand nach 12 von 22 Rennen

1. Red Bull 503 Pkt.
2. Mercedes 247
3. Aston Martin 196
4. Ferrari 191
5. McLaren 103
6. Alpine 57
7. Williams 11
8. Haas 11
9. Alfa Romeo 9
10. Alpha Tauri 3


Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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