Susie Wolff äußert sich zum Drama um den Ex-Red-Bull-Teamchef Christian Horner: Es sei „eine Schande für den Sport“.
Susie Wolff, Chefin der F1 Academy und Ehefrau von Mercedes-Teamchef Toto Wolff, hat sich erstmals ausführlich zur Christian-Horner-Affäre geäußert: „Christian hat die F1 Academy unterstützt, und dafür werde ich ihm immer dankbar sein. Aber die ganzen Vorwürfe und das dadurch entstandene Drama waren eine echte Schande für unseren Sport“, sagt die ehemalige Rennfahrerin gegenüber The Sunday Times.
Horner war im Juli, kurz nach dem Großen Preis von Großbritannien, nach über zwei Jahrzehnten an der Spitze von Red Bull entlassen worden. Zuvor wurden im Frühjahr 2024 Vorwürfe unangemessenen Verhaltens gegenüber einer Mitarbeiterin erhoben.

Wolff betont, dass die Affäre auch die Fortschritte der F1 Academy, der Formel-Nachwuchsserie für Frauen im Rahmenprogramm der Formel 1, überschattet habe. Wolff: „Wir hatten so viel positive Dynamik, was die Offenheit des Sports für Frauen betrifft, und dann kam dieses Dilemma um die Anschuldigungen. Plötzlich wollten mich alle nur noch zu diesem Thema interviewen.“
Trotz ihrer Kritik an der Situation findet die Schottin auch anerkennende Worte für Horner: „Er hat seine Rolle immer sehr gut ausgeführt. Aber ich denke, dieser Vorfall war vielleicht nicht der beste für das Image des Sports und hat gezeigt, dass wir noch viel zu tun haben.“
Horner gewann 14 WM-Titel mit Red Bull
Mit ihrer offenen Kritik reiht sich Wolff in eine wachsende Zahl von Stimmen ein, die nach dem Skandal eine klarere Haltung der Formel 1 zu Themen wie Machtmissbrauch und Gleichberechtigung fordern.
Horner hat die Königsklasse des Motorsports mit sechs Konstrukteurs- und acht Fahrertiteln als einer der erfolgreichsten Teamchefs der Formel-1-Geschichte verlassen. Derzeit kursieren Gerüchte um ein mögliches Engagement bei Ferrari.
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