Christian Horner sorgt nach seinem Rauswurf bei Red Bull für Aufsehen: Der Brite sucht offenbar mit Nachdruck nach einem neuen Job in der Formel 1 und greift dabei selbst zum Hörer.
Christian Horner will offenbar unbedingt zurück in die Formel 1 – und das mit allen Mitteln! Nach seinem offiziellen Aus bei Red Bull greift der Brite nun jedenfalls selbst zum Hörer. Aston-Martin-Rennleiter Andy Cowell verriet vor dem Singapur-GP: „Er ruft im Moment so ziemlich jeden Teambesitzer an.“
Der 51-Jährige, der im Sommer nach fast 20 Jahren bei Red Bull gehen musste, ist damit plötzlich einer der aktivsten Job-Sucher im Fahrerlager. Eine satte Abfindung in höher zweistelliger Millionenhöhe – F1-Insider.com erfuhr von 60 Millionen Euro – hat er zwar in der Tasche, aber auf dem Sofa sitzen kommt für den ehrgeizigen Ex-Teamchef anscheinend nicht infrage.
Horner: Erste Gespräche mit Haas – dann Funkstille
Zuletzt wurde der Brite mit mehreren Teams in Verbindung gebracht. Besonders konkret wurde es bei der US-Mannschaft Haas. Dabei geht es nicht nur um eine führende Rolle am Kommandostand, Horner will sich auch an einem Team beteiligen. Teamchef Ayao Komatsu bestätigt: „Ja, es stimmt, dass er uns angesprochen hat.“ Nach einem Sondierungsgespräch sei das Thema aber schnell wieder vom Tisch gewesen. Heißt also: Haas will ihn nicht.

Auch Alpine (mit Horner-Freund Flavio Briatore als Berater) wurde heiß gehandelt. Geschäftsführer Steve Nielsen erklärt dazu: „Soweit ich weiß, ist nichts dran, dass Christian zu Alpine kommt. Aber das heißt nicht, dass es nicht passiert. Dies ist immer noch die Formel 1.“ Als wahrscheinlich gilt aber auch diese Variante derzeit nicht.
Keine Option bei Cadillac & Williams
Cadillac und Williams winkten ebenfalls ab. Und bei Aston Martin reagiert Geschäftsführer Cowell ausweichend: „Wir sind ein starkes, aber noch junges Team, das sich in den letzten Monaten mit großartigen Leuten wie Adrian Newey oder Enrico Cardile verstärkt hat. Wir haben eine neue Fabrik und die besten Werkzeuge, die wir optimal nutzen wollen. Unser Plan ist es, weiter zu wachsen und nach vorne zu kommen. Christian muss wissen, was er in Zukunft tun will.“
Horner führte Red Bull seit 2005 zu acht Fahrer- und sechs Konstrukteurs-Titeln, musste 2025 aber nach Vorwürfen wegen übergriffigen Verhaltens und einer sportlichen Krise seinen Hut nehmen. Jetzt will er mit allen Mitteln zurück ins Fahrerlager. Sogar über die Gründung eines eigenen Teams wird getuschelt. Doch ein Selbstläufer wird das Comeback nicht.
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