Ausgerechnet im 250. Grand Prix erwischt Hülkenberg ein schlechtes Qualifying: Verkehr, Timing-Patzer und statt Jubelstart gibt’s Frust in Abu Dhabi.
Auf diesen Moment hatte sich Nico Hülkenberg gefreut: 250. Grand Prix, abschließendes F1-Rennen mit Sauber, ein Jubiläum, das er mit einem eigens entworfenen „Ritter-Helm“ feiert und dann das Aus in Q1 im Qualifying von Abu Dhabi.
Dabei war der Emmericher im Training noch stark unterwegs, wirkte bereit für den letzten Schlagabtausch der Saison. Umso unverständlicher, wie das Qualifying schiefging. Bei Sky ärgert sich Hülkenberg über eine komplett missglückte Timing-Entscheidung seines Teams: „Wir waren das letzte Auto, haben lange in der Boxengasse gewartet.“ Die Folge: Stau. „Ich hatte Verkehr auf der Outlap und auf der schnellen Runde. Wir haben heute ein Handbuch geschrieben, wie man es nicht machen sollte.“

F1: Nächster Hülkenberg-Dämpfer nach Katar-Crash
Während vorne Max Verstappen mit einer Traumrunde die Pole für den WM-Showdown holte und die beiden McLaren-Piloten Lando Norris und Oscar Piastri neben ihm in Reihe eins stehen, muss Hülkenberg am Sonntag von Platz 18 starten. „Alles zu sehr auf Kante genäht“, fasst Hülkenberg das Missgeschick zusammen. „Wir sind über uns selber gestolpert.“
Nach der Kollision und dem Ausfall in Katar ist es für den Emmericher der nächster Dämpfer kurz vor Saisonschluss. Und trotzdem: Seine Saison bleibt stark. Achtmal Punkte, das erste Podium in Silverstone, dazu immer noch die Chance, in der WM-Tabelle noch in die Top-10 zu springen, wenn er am Sonntag zwei Zähler mehr als Isack Hadjar holt. Das wird bei der Ausgangslage jedoch eine Mammutsaufgabe.
Für Sauber dürfte es nun schwierig werden noch Haas in der Konstrukteurs-WM zu überholen. Das F1-Team von Hülkenberg liegt derzeit fünf Punkte hinter dem US-Rennstall auf Rang neun. Der Teamkollege des „Hulks“, Gabriel Bortoleto, startet zwar von Rang sieben, jedoch nur einen Rang vor Esteban Ocon im Haas, auch Oliver Bearman hat als Elfter gute Karten am Sonntag zu punkten.
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