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War Gasly schuld? Hülkenberg spricht Klartext nach Katar-Crash

Formel 1 Nico Hülkenberg Crash Katar 2025
Nico Hülkenberg. Credit: F1 / X
Alex Warneke
Alex Warneke

Nico Hülkenberg crasht nach starkem Start im Katar-GP – doch wer trägt die Schuld? Der Sauber-Pilot und Pierre Gasly liefern sich eine hitzige Schuldfrage.

Ein halber Meter entschied über Punkte oder Ausfall: Nico Hülkenberg erlebte beim Großen Preis von Katar ein bitteres Ende. Der Sauber-Pilot lag nach einem starken Start auf Kurs Richtung WM-Zähler, ehe ein unglücklicher Kontakt mit Pierre Gasly alles zerstörte und das Rennen komplett auf den Kopf stellte.

Mit einer mutigen Strategie hatte Sauber den Grundstein gelegt. Hülkenberg startete auf den weichen Reifen, um schnell Positionen gutzumachen. Bereits in Runde zwei ging der Deutsche an Charles Leclerc vorbei, danach jagte er den Alpine von Gasly, der sich zuvor bei einem Ausritt den Unterboden beschädigt hatte. In Runde sieben wagte Hülkenberg den entscheidenden Angriff, außen in Kurve 1. Er zog leicht vorbei, doch beim Versuch, die Linie auf Kurve 2 zu verteidigen, kam es zur folgenschweren Berührung.

Formel 1 Nico Hülkenberg Sauber Katar 2025
Nico Hülkenberg. Credit: Sam Bagnall/Sutton Images/Sauber

Hülkenberg: „Ich habe ihm ohne Ende Platz gelassen.“

Etwa in der Fahrbahnmitte kam es zur Kollision. Der leichte Kontakt genüget für einen Reifenschaden bei beiden Fahrern. Hülkenberg drehte sich ins Kiesbett und schied aus, Gasly schleppte sich mit Reifenschaden an die Box.

Am Funk fluchte der Deutsche: „Das kann doch nicht wahr sein. Ich hab ihm so viel Platz gelassen.“ Nach nur sieben Runden war das Rennen für ihn beendet. „Ich habe ihm ohne Ende Platz gelassen. Aber leider hat er nicht aufgegeben und mich irgendwann hinten rechts berührt“, erklärte Hülkenberg anschließend bei Sky.

Gasly wiederum wies jede Schuld von sich: „Ich habe meine Linie in Kurve 1 gehalten. Wir waren nebeneinander, und dann kam es zu einem Kontakt an meiner linken Vorderachse. Damit war unser Rennen im Prinzip vorbei.“

Schumacher sieht mehr Schuld beim Deutschen

Auch die Experten waren sich zunächst uneinig. David Coulthard und Jolyon Palmer stuften den Vorfall als Rennunfall ein, doch Sky-Experte Ralf Schumacher legte sich später fest: „Da hätte Nico einen halben Meter mehr Platz lassen müssen.“ Gasly habe schlicht seine Linie gehalten.

Für den Emmericher besonders bitter: Laut eigener Aussage wären Punkte „definitiv drin gewesen“. „Es ist wirklich extrem schade, dass ein so vielversprechendes Rennen so früh endet. Ich bin überzeugt, dass wir heute Punkte geholt hätten. Gestern hatte ich ein gutes Gefühl im Auto, und auch in den ersten sieben Runden war die Pace da.“

Nun bleibt Hülkenberg nur der Blick nach vorn. „Im Moment überwiegt die Enttäuschung, aber wir werden ein paar Tage nutzen, um uns neu zu fokussieren.“ In Abu Dhabi wolle Sauber die Saison „so gut wie möglich“ abschließen, am liebsten mit einem versöhnlichen Punkteergebnis…

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Autor

Alex Warneke
Alex Warneke

Alex ist unser Hybrid im Redaktionsteam. Als Rennspiel-Experte versorgt er die F1 Insider Leser mit Texten aus der SimRacing-Welt. Zudem ist Alex als Videocreator im F1-Insider-Team aktiv. Interviews und spannende Themen aus der Formel 1 bereitet er für unseren YouTube Kanal auf.


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