Formel 1

Hülkenberg: Spa‑Bremsklotz nach Podiums‑Party

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Nico Hülkenberg. Credit: Sauber

Drei Wochen nach seinem lang ersehnten ersten Formel-1-Podium in Silverstone richtet Sauber-Pilot Nico Hülkenberg den Blick nach vorn.

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Drei Wochen nach seinem lang ersehnten ersten Formel-1-Podium in Silverstone richtet Sauber-Pilot Nico Hülkenberg den Blick nach vorn.

Nico Hülkenberg bleibt auch nach seinem ersten Podium mit beiden Füßen auf dem Boden: Drei Wochen nach seinem sensationellen dritten Platz von Silverstone startet der Sauber‑Routinier in Spa‑Francorchamps in den harten Formel‑1‑Alltag. Und bremst gleich mal die übertriebene Euphorie: „Ich erwarte nicht, dass wir den Silverstone‑Sonntag so schnell und einfach wiederholen können.“

Hülkenberg: 700 Nachrichten

Im 239. Grand Prix platzte endlich der Knoten, seither hat Hülkenberg fast mehr Nachrichten als Rennrunden gesammelt: „Ich habe insgesamt mehr als 700 Nachrichten bekommen. Es hat eine Woche gedauert, um mich durch alles durchzuarbeiten.“

Formel 1 Nico Hülkenberg Podest Sauber Silverstone 2025
Nico Hülkenberg. Credit: Sauber

Zwischen Podiumszeremonie, TV‑Interviews und Heimfahrt legte der 37‑Jährige noch einen Stopp in Hinwil ein: „Es war mir wichtig, diesen Moment mit allen in der Fabrik zu teilen – und nicht nur mit dem Rennteam an der Strecke.“ Das Ergebnis: ein breites Grinsen, viele Selfies – und neue Motivation. „Ich hoffe, dass es uns für den Rest der Saison einen Schub gibt.“

Vorm Sprint‑Wochenende auf der Hochgeschwindigkeits‑Achterbahn in den Ardennen warnt Hülkenberg die Fans vor zu hohen Erwartungen und räumt im Rückblick auf Silverstone ein: „Man darf nicht vergessen, dass im Qualifying am Samstag beide Autos im Q1 rausgeflogen sind. Bei einem trockenen Rennen wäre es eine ganz andere Geschichte gewesen.“

Trotzdem sieht er Fortschritte: „Wir haben einen guten Lauf. In Barcelona ist uns mit dem Auto ein Schritt nach vorne gelungen. Wir haben jetzt vor allem im Rennen ein gutes Auto. Da können wir selbst mit schwächeren Startplätzen etwas ausrichten.“

Sauber: WM‑Kampf im Mittelfeld

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Nico Hülkenberg. Credit: Sauber

Durch die 15‑Punkte‑Fracht aus England sprang Sauber in der Konstrukteurs‑WM auf Rang sechs. Doch das Mittelfeld ist eng: Williams, Sauber, Toro Rosso, Aston Martin, Alpine und Haas trennen nur ein paar Zähler. „Die einzelnen Ergebnisse hängen natürlich auch immer ein wenig von den Strecken und den Bedingungen ab. Alle liegen so nah beisammen“, so Hülkenberg.

Und er verspricht: „Wir haben noch eine halbe Saison vor uns. Das Rennen im Mittelfeld wird sich wohl erst ganz am Ende entscheiden.“

Damit dürfte klar sein: Party‑Modus aus, Arbeitsmodus an. Denn selbst 700 Glückwünsche ersetzen keine Rennpunkte – schon gar nicht in Spa.

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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